Jamies Tagebuch

März 2013

...eigentlich ist der März beinahe wieder vorbei, aber das ist uns allen gar nicht klar geworden, weil wir immer noch wieder Schnee bekommen haben.
Die Menschen sind total gestresst und genervt und ein Freund von unserem Frauchen hat einen fetten Unfall in einer Schneehwehe gebaut und sein Auto dabei total "geschrottet". Frauchen hat mehrfach Termine absagen müssen, weil sie nicht mal mit dem Auto aus dem Dorf gekommen wäre - überall Schneeverwehungen.
Dann tobt Frauchen und schimpft, dass sie sich wieder zurück in die Zivilisation wünscht, wo man gegen Verwehungen auf den Feldern neben den Straßen eben Schutzzäune aufstellt. Aber so etwas gibt es hier in unserer Gegend ja nicht.
Ehrlich gesagt - wir wissen nicht so genau, warum sie sich so über den Schnee aufregt, denn wir finden den noch immer toll und toben stundenlang im Garten miteinander herum. Die Rehe zieht es jetzt noch dichter ans Haus. Leider kommen die nun nicht mehr auf unser Grundstück, jedenfalls nicht in unseren Bereich, seit der Zaun verstärkt und erhöht wurde. Aber vielleicht.... eines Tages.... ja doch wieder????!!! Bitte, bitte!!!

Für ein paar Wochen war im Januar der schwarze Rüde "Camelot" wieder bei uns und suchte ein neues Zuhause. Das hat er jetzt in Nordrhein Westfalen gefunden. Dort lebt er nun mit zwei Chow-Hündinnen. Hallo?! Das ist doch für so einen Rüden das Paradies, oder etwa nicht?

"Cherie", "Cammis" Schwester ist eine wilde Maus und tobt den ganzen Tag herum. Manchmal wird mir das schon zu viel und unser Frauchen stöhnt auch. Außerdem hat "Cherie" immer viel Freude daran, sich durch Bellen auszudrücken. Frauchens Freundin Susanne sagte, dass Cheries Bellen blechern klingt. Seitdem hat sie den Spitznamen "Blechi" oder "Blechdose" bekommen.
Na jaaaah, so ganz unrecht haben Frauchen und ihre Freundin ja nicht. "Cherie" bellt nicht so tief wie wir. Aber sie ist ja noch jung, und vielleicht wird das noch besser!

Am 14.März ist die kleine "Emma" in den Hundehimmel gegangen. Sie war schon länger krank und Frauchen und ihre Freundin, die Tierärztin Sonja, haben sie behandelt. Eine Weile ging es ihr dann auch mit den Medikamenten einigermaßen gut. Aber in den letzten Tagen vor ihrem Tod verschlechterte sich der Zustand, so dass Frauchen schweren Herzens die Entscheidung treffen musste, "Emma" gehen zu lassen. Frauchen weint noch immer und sie sagt, dass "Emma" ihr Seelenhund gewesen sei.
Na, eigentlich müsste uns das ja traurig stimmen - aber ich glaube dass ist bei Menschen eben so. Wir haben ja auch untereinander ganz enge Hundefreunde und manche Kumpel hat man eben nicht so gern.
Jetzt nimmt sich unser Frauchen viel Zeit für "DeeDee", die übrig gebliebene rumänische Hündin. Sie war ja immer mit der "Emma" zusammen und nun ist sie ja irgendwie doch ein wenig einsam. Frauchen geht darum mehr mit "DeeDee" allein spazieren, damit sie Ansprache bekommt - weil "DeeDee" nicht so gern mit uns Chows tobt. Nur mit "Baby Jane" spielt sie ab und zu. Uns andere lässt sie links liegen.

"Gretchen" hat oft schlechte Laune und hat sich heute gerade mit "Kaiya" gebissen. Ergebnis: ein verletztes Ohr und eine durchgebissene Lefze. Hat Frauchen alles selbst verarztet und "Gretchens" Lefze vom eigenen Zahn runtergezogen. Die hat sich nämlich selbst bei der Rauferei in die Lefze gebissen. und das alles wegen so einem winzigen Krümel, der auf dem Küchenfußboden lag.
Ich habe genau gesehen, dass es wieder "Gretchen" war, die mit dem Streit angefangen hat. "Kaiya" ist sie Sanftmut in Person, aber wenn sie sich wehren muss, dann muss sie sich wehren. Ich halte mich aus diesen Streitigkeiten möglichst raus. In meinem Alter brauche ich das nicht mehr.

Ich will meine Ruhe und nun auch endlich Frühling! Frohe Ostern Euch allen, tschüß, Eure Jamie




Emma (die kleine braune Hündin) und DeeDee (die graue Hündin) bei einem Spaziergang vor vier Jahren. Jetzt ist Emma im Hundehimmel. Tschüß, kleines Emmchen!!!!

Dezember 2012

...endlich hat es geschneit. Seit zwei Tagen ist der Garten weiß und wir alle lieben es im Schnee herum zu toben. Auch unsere Jüngste, Cherie Rouge, ist vom kühlen weißen Pulver dort draußen sehr angetan und buddelt und schnuffelt den lieben langen Tag herum. Es gibt auch keine schönere Jahreszeit für einen Chow als den Winter.

Cherie bringt unser Frauchen zur Verzweiflung, weil sie es liebt auf Stoff herumzukauen. Sie klaut die Geschirrhandtücher und zerreißt die Ecken, sie klaut Frauchens Wintersocken und zerfetzt sie, dass sie ein Fall für den Müll sind. Vorgestern hat sie  Frauchens neue, gerade auf dem Weihnachtsmarkt erstandene, Wollmütze geklaut und begann darauf zu kauen. Da kam Frauchen nach Hause und war dem Infarkt nahe. Naja, ich glaube sie hat die Mütze gerade noch retten und später den Saum neu vernähen können. Jetzt wird alles von ihr dreifach kontrolliert, damit Cherie nicht mehr neue Beute machen kann.

Sie hat ein Temperament, das würde für drei reichen.
Und Camelots neue Familie scheint das auch von ihm zu sagen. Ich habe nämlich kürzlich ein Telefonat belauscht und ich glaube, die haben in seinem neuen Zuhause ganz schön mit ihm zu tun. Aber Frauchen hat beruhigt und gesagt: "Alicia war früher auch so und heute ist sie genauso ruhig und ausgeglichen wie Kaiya, Alicia Mutter.

Na, wenn Ihr mich fragt, so bald werden Cherie und Camelot wohl nicht zur ruhigen Fraktion überlaufen.

Die alte Emma hält sich noch wacker. Wenn sie regelmäßig ihre Medizin nimmt, dann geht es ihr einigermaßen, obwohl sie natürlich nicht mehr die alte von früher ist. Naja, das Alter geht ja an keinem spurlos vorbei - meint Frauchen immer - und ich selbst bin ja auch nicht mehr so der junge Hüpfer...

Jetzt will ich auch mal wieder zu den anderen in den verschneiten Garten, die Kühle genießen, bevor es plötzlich wieder Sommer wird...tschüß, bis bald. Eure Jamie


Oktober 2012

Hallo, ich bin es wieder, Eure Jamie. Ich sollte mich ja eigentlich langsam an den Trubel im Haus gewöhnt haben, aber ich habe es immer noch nicht.
Mitte August wurden Alicia Welpen geboren. Ein schwarzer Rüde und eine rote Hündin mischen seither den Haushalt auf. Sie sind ja ganz lieb, aber manchmal nervt es mich entschieden, wenn die mich als Kletterwand benutzen. Da legt man sich arglos vor das Sofa, um ein Nickerchen zu machen, nusselt so langsam ein und dann... yiepiiieehh "auf sie mit Gebrüll", stürzen sich die beiden Zwerge auf mich. Neee, darauf habe ich dann keine Lust und zeige schon mal meine Zähne und dass ich knurren kann. Nützt nur meist nicht viel, weil sich dann einer von den beiden vorwitzigen Wichten vor mich hockt und mich nervtötend verbellt. Etwas größenwahnsinnig sind die zwei schon.
Wie ich jetzt erfuhr, bleibt die Hündin bei uns. Mich hat wieder keiner nach meiner Meinung gefragt. Der Rüde zieht nach Norderstedt. Gut so

Emma ist krank und Frauchen achtet auf Emmas Tagesform, um zu sehen, was geht und was nicht. Meistens hält es sich im Rahmen und wir haben uns daran gewöhnt, dass die kleine Rumänin nicht mehr so fit ist wie früher.
DeeDee ist noch immer wie immer und pöpelt von ihrem Sofaplatz alle an. Am liebsten die Welpen. Die sind davon aber ebensowenig beeindruckt wie von meinem Knurren. Größenwahnsinnig, sagte ich das schon?

Jetzt finden regelmäßig Kurse und Unterricht und Ringtraining statt. Dann ist immer viel im Haus und im Garten und drumherum los. Manchmal denke ich ja, dass es früher doch gemütlicher war, als wir unser Frauchen für uns alleine hatten - aber da kann man/hund nix machen. Frauchen findet es gut so wie es ist. Da müssen wir dann durch.

Frauchen findet es spannend, wen sie so kennenlernt aufgrund von uns Chows. Na dann weiter so...
Tschüß, bis bald. Eure Jamie

Juli 2012

Es ist eine turbulente Zeit und wir können uns gar nicht richtig draußen austoben, weil es ständig regnet und ein Wolkenbruch den vorherigen ablöst. Auch haben wir häufig Gewitter. Dann läuft die kleine Momo zitternd durchs Haus, hechelt und verkriecht sich oder versucht, unserem Frauchen auf den Schoß zu springen. Früher haben Gewitter sie gar nicht interessiert, aber neuerdings wird sie total nervös, wenn es donnert.
Alles reine Nervensache sagen Frauchen und ich.
Seit einiger Zeit ist Emma nicht gesund und sie ist gar nicht so fröhlich und lustig wie sonst. Das macht uns allen doch Sorgen.
Cleo ist wieder fit und hat ihren kleinen Unfall wohl gut überstanden, jedenfalls scheucht sie uns wieder und animiert alle zum Spiel, wenn wir unsere wohlverdiente Siesta halten wollen. Die Jugend ist einfach zu stürmisch. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich auch so gewesen bin????

Alicia erwartet ja nun Mitte August ihre ersten Welpen und ist momentan sehr ruhebedürftig. Sie liegt viel vor Frauchens Bett und schläft oder sucht sich ein trockenes Plätzchen draußen unter dem Dachvorbau. Kommen wir in ihre Nähe, steht sie oft auf und sucht sich einen neuen Liegeplatz. Naja, manche Mütter tragen ja ihre Schwangerschaft wie ein Schild vor sich her, was?

Da es zur Zeit in Deutschland so gut wie keine Chow Chow-Welpen gibt, bekommt Frauchen viele Anrufe und Nachfragen. Aber wir wissen ja alle nicht genau, wie viele Welpen Alicia nun hat und wer nur ein bestimmtes Geschlecht und dann noch eine bestimmte Farbe haben will, na, der macht es sich ja besonders schwer. Es wird spannend.

Wir bekamen vor einigen Tagen kommentarlos die Nachricht, dass Belmondo gestorben ist. Ich sage nur, dass wir Vierbeiner traurig sind und dass unser Frauchen beim Universum die gerechte Strafe für diese Tat bestellt hat. Es gab mit einigen Freunden eine kleine Trauerfeier im Garten und ganz viele E-Mails, Anrufe und Karten für unser Frauchen. Wie Menschen das eben so machen, wenn sie traurig und wütend sind.

So, ich glaube, dass ich Frauchen mal an die Fütterungszeit erinnernmuss. Mein Magen knurrt und Cleo läuft auch aufgeregt herum und klappert mit ihrer Futterschüssel...
Tschüß, bis bald, Eure Jamie
Mrs Beasley & me beim Fotoshooting im Juli 2012

Mitte Juni 2012

Als Liebhaberin moderater Temperaturen kann ich mich über diesen "Sommer light" absolut nicht beklagen. Ich liege den ganzen Tag im Garten herum, möglichst in Nähe der Pforte, um mitzubekommen, wenn Kundschaft für unser Frauchen kommt. Die muss dann bellend begrüßt werden. Danach ruhe ich mich wieder aus, recke und strecke mich, auch mal in der Sonne, die ja bei uns im Norden nicht so heiß niederbrennt, wie es im Süden der Fall sein kann.
Nööö, so gesehen.... alles ist gut...naja, etwas ist ja immer, an dem man herummäkeln kann. Zur Zeit ist hier ja die Luft schwer hormongetränkt. Kaiya, Alicia, Gretchen, Nandita, Mrs. Beasley -alle läufig. Jetzt läuft die Läufigkeit aus, ääähh, geht zur Neige...ääääh... ist vorbei. Na, ihr versteht schon, was gemeint ist. Aber HALLO! waren die alle zickig um mich herum. Gretchen war so gereizt, dass sie mal kurz Cleo "eingenordet" hat und dabei, wie das so ihre Art ist, über das Ziel hinausschoss. Nun lahmt die Kleine, was aber ihrem Temperament nicht gerade einen Dämpfer versetzt. Sie ist so turbo wie zuvor.
Ambrose ist mit den Nerven zu Fuß, wie Frauchen sagt, aber das kann auch nur besser werden. Er war verg. Woche mal drei Tage in der Hundepension als unser Frauchen mit Alicia in Norwegen war. Dort hat es ihm nicht so besonders gefallen, aber es gab dieses Mal keine andere Lösung. Ambrose war zwei Tage heiser. Er hat in der Hundepension wohl mit den anderen Gästen dort um die Wette gebellt. Jetzt ist er wieder bei Stimme und nur noch aufgeregt, wegen Kaiya und Beasley - wenn er mal wieder an ihnen herumgeschnüffelt hat. Unser Frauchen sagt nur "lass es, Ambrose!" und er trollt sich. Kaum zu glauben, aber wahr.
Alcia, ganz wie ihre Mutter, verrät noch nicht, ob sie nun Babies haben will oder nicht. Ihre Mutter macht ja auch immer ein Geheimnis daraus. Früher oder später werden wir es alle wissen. Ach, es war eigentlich gerade einigermaßen ruhig im Haus. Die letzten Welpen sind nun 8 Monate alt und so halbwegs erwachsen. Ich habe, glaube ich, nicht so wirklich Lust auf die nächste Runden Welpengepische. Aber ich werde nicht gefragt. Na, und wenn die Kleinen da sind, dann übernehme ich auch gern wieder meine Tantenpflichten - wenn Alicia mich lässt. Bei der weiß man ja nie...diese Sphinx!

Ich werde berichten, schaut mal wieder vorbei. Tschüß, bis bald. Eure Jamie

Ende April

Hallo Leute, wie Ihr ja wisst, kehrt bei uns niemals Ruhe ein. Zur Zeit kommen viele fremde Hunde in Frauchens Hundesalon zum Frisieren. Ich frage mich so langsam, warum Frauchen im Frühjahr und im Sommer so viel zu tun hat. Dann ist es wieder ruhiger... müssen die Hunde da draußen nicht regelmäßig frisiert und gepflegt werden? Wir müssen ja auch spätestens alle 14 Tage auf den Tisch zum Bürsten und Schneiden und in etwas größeren Abständen auch in die schicke Hundebadewanne (wehe ich entdecke mal eine Katze da drin, dann lass ich mich niemals wieder in die Wanne reinsetzen)!!! Warum müssen das die anderen Hunde nicht auch? Dann sähen die doch viel besser aus und würden auch angenehmer duften!

Außerdem gab es Kurse und Workshops in den vergangenen Wochen, so dass auch abends und am Wochenende niemal Ruhe im Haus ist. Kann mir mal jemand erklären, was Workshop ist? Fressen kann man es definitiv nicht!

Am verg. Sonntag kam ein Neuzugang ins Haus. Ist bei uns ja schon nichts besonderes mehr... Sie heißt jetzt Cleo und ist ein kleiner schwarzer Teufel, zwar kein tasmanischer Teufel, aber ich glaube, sie ist so eine Abart davon. Sie beißt in die Pfoten, quiekt, wenn sie nicht bekommt, was sie will und tobt ständig prustend und schnaufend wie bekloppt durch das Haus.
Man kann nur warten, bis sie größer und hoffentlich ruhiger wird. Gestern Morgen hat sie versucht, bei mir zu trinken - Ihr wisst schon - an den Zitzen. Da musste ich mich eben in Frauchens Bett retten vor diesem tasmanischen Teufelchen. Die versuchte quiekend hinterher zu kommen, schafft sie aber noch nicht. Bääääh, äääätsch! (ich stell ihr keine Leiter hin).

Zur Zeit geht es der kleinen rumänischen Emma nicht so besonders gut und das macht unserem Frauchen
etwas Sorge. Da muss ich dann auch zu Emma und Frauchen ins Bett, um beide zu trösten. Na, bald geht es Emma bestimmt wieder besser. Das kriegt Frauchen wohl wieder in den Griff. So, es regnet wieder draußen und ich muss mal nach dem Rechten sehen - meine Kumpels sind nämlich alle noch draußen. Tschüß, bis bald. Eure Jamie
Cleo ( Lan Fang Zi Tai-Lin) im April 2012

Februar 2012

Hallo Leute, ich habe das Gefühl, dass die Zeitdiebe ein halbes Jahr gestohlen haben. Ich glaube, jetzt verstehe ich auch, was unser Frauchen meint, wenn sie sich fragt, wohin die Zeit verschwindet. Gerade war noch Sommer und schon ist Weihnachten wieder vorbei.
Also...um die treuen Leser hier auf den neuesten Stand zu bringen: Im Oktober hatten wir Welpen und ich war erneut voll mit meinem "Tantenjob" beschäftigt. Das meiste haben aber Kaiya und Frauchen erledigt, was es so rund um die fünf Welpen zu tun gab. Bis auf "Mrs. Beasley" und "Baby Jane" sind auch die drei bereits in ihre neuen Familien nach Dänemark, Belgien und Flensburg gezogen. Die beiden "B-Sisters" toben mit den Shih Tzu durch das Haus und den Garten und kosten Nerven. Als sie die Armlehne des Sofas geschreddert haben, da war unser Frauchen mit den Nerven zu Fuß. Und die "B-Sisters" haben nur ganz enttäuscht geschaut, weil ihre Dekorationskünste nicht ankamen. Naja, nicht jede ist eben eine Tine Winkler, gell - (und was die so dekoriert ist ja auch eine ziemliche Geschmacksfrage, was ich an dieser Stelle gern bemerken möchte...)

Zu Weihnachten ist übrigens auch der Pudel Ke Tu endgültig in ein neues Zuhause gezogen. Gar nicht so weit weg von uns. Ab und zu kommt er mal kurz vorbei und sagt Guten Tag. Und alle Vierteljahr muss er ja frisiert werden. Dafür kommt sein neues Frauchen auch zu uns. Aber ohne ihn ist es wieder etwas ruhiger. Also wenn der hier noch herumwimmeln würde und zwischen den "B-Sisters" kläffen und springen und grummeln würde - ooohh näääähhh - bittääähhh - das ginge ja gar nicht. Aber, wie gesagt, er ist ja ausgezogen und im Stillen hatte ich ihm schon lange seinen Koffer gepackt, hi hi hi!

Unser Frauchen ist viel beschäftigt. Sie schreibt an einem Buch, telefoniert viel mit ihrer Freundin wegen des Buches und wegen anderer Pläne, die sie schmieden, dann kommen wieder Hunde in den Salon die geschnitten oder getrimmt werden müssen. Frauchen ist auch unterwegs, um mal Kühe zu nadeln oder sich anzuschauen, warum Katzen plötzlich nicht mehr auf ihre Toilette gehen mögen. Also jetzt mal ehrlich, ich möchte nicht zwischen den Kühen in der Scheiße rumlaufen, nur um ein paar Akupunkturnadeln reinzupieksen, damit die Rindviecher wieder besser laufen können. Und wenn Katzen nicht aufs Klo mögen, dann muss man sich eben mal den Nachbarshund ausleihen, der das erledigt. Neee, der frisst nicht die Katz, sondern deren Hinterlassenschafften. Katzendöner. Eine Delikatesse für Hundefeinschmecker. Und davon gibt es unter Hunden diesbezüglich erstaunlich viele. Von Hundeernährung versteht ja unser Frauchen sehr viel, aber bei manchen Punkten können wir uns nicht einigen. Das Dessert eines perfekten Hundedinners könnte ja durchaus mal ein Katzendöner sein. Aber bei uns im Haus stehen die Katzentoiletten erhöht, so dass wir Hunde nicht rankommen. Gemein. Der Kater "Mikesch" klaut aber immer gern von unserem Rohfutter  aus dem Napf. Das ist nicht so schlimm oder wie oder was? Hier wird mal wieder Ungerechtigkeit praktiziert. Aber was sag ich hier, auf mich hört eh keiner!
Es sind wieder Welpen geplant. Vielleicht schon im Frühjahr. Diesmal soll Alicia Babies haben. Ich muss sie mal fragen, was sie davon hält. Sie ist ja so eine große, vernünftige, erwachsene Schwester für Ambrose und für die "B-Sisters". Wie soll das dann wohl gehen, wenn sie eigene Welpen hat und sich nicht mehr um die "Bs" kümmert. Ich hoffe ja sehr, dass Frauchen weiß, was sie tut, denn ich kann hier schließlich nicht für alles zuständig sein. Bin ja auch nicht mehr die Jüngste. Wenn Ihr jemanden kennt, der hier mal einhüten würde, um mich zu entlasten, dann schickt die Person her. Er soll nach Chinese Fellow fragen und dann nach Jamie, für den Fall, dass wieder Ambrose vorn an der Tür steht und Haus und Hof abschottet...
Tschüß, bis bald. Eure Jamie

Anfang August 2011

Ja, Ja - ich weiß schon: Jamie hat öfter geschrieben.... Stimmt aber auch nicht so ganz. Manchmal hat die sich auch ganz schön viel Zeit gelassen. Aber da ich heute sowieso nichts besseres vor habe und Frauchen gerade unser Abendbrot zubereitet, kann ich die Zeit ja mal rasch nutzen, um kurz zu berichten, was hier so passiert ist.
Gretchen ist 'ne ziemliche Ulknudel und tobt den halben Tag im Haus und Garten herum. Das kann auch mal ganz schön nerven, weil die eigenartigerweise niemals müde wird. Die Jugend von heute, ich sach es ja nur... Sie wächst und futtert und wenn ihr etwas nicht schnell genug wird, dann bellt sie mit ihrer heiseren Stimme, bis Frauchen spurt (oder auch nicht). Am liebsten mag sie ja die Katz von unserer alten Dame erschrecken. Wenn die auf ihrem Katzenklo hockt, im Flur, nur durch eine Glastür von uns getrennt, also gut sichtbar, dann schleicht sich Gretchen an und springt mit voller Wucht gegen die Scheibe. Meist kommen dann noch die Shih Tzus hinzu und springen auch noch gegen die Scheib dass es kracht. Dann schimpft die alte Dame laut und Frauchen ruft auch noch mahnende Worte aus einer Ecke des Hauses. Die Katze springt vor Schreck rückwärts aus ihrem Katzenklo (unverrichteter Dinge) und Gretchen und die Shihs schlendern davon als wäre nichts passiert.
Wenn keine Action ist, muss man eben selbst für Action sorgen!

Jetzt kommen wieder ganz oft Hunde zu Besuch, die von unserem Frauchen gebadet und frisiert werden oder aber sie sind krank und Frauchen spricht mit den Besitzern und gibt Rat und Tipps, wie man sie wieder gesund macht. Glaube ich jedenfalls, denn wir dürfen ja fast nie dabei sein. Das ärgert uns schon ziemlich und wir bellen dann lange und laut und rempeln gegen den neuen Holzzaun, damit auch alle kapieren, dass es uns eigentlich gar nicht passt, wenn fremde Hunde auf das Grundstück und in unser Haus kommen. Wenn die dann wieder weg sind, lauern wir nur darauf, wenn die Tür zum Praxisraum und zum Trimmraum offensteht, um uns unbemerkt rüberschleichen zu können, um alles abzuschnüffeln. Gelegentlich hat mal ein fremder Hund dort markiert. Dann müssen wir natürlich eins draufsetzen. Ist ja klar.
Das gibt dann wieder ein Genöle von Frauchen, aber schließlich hat die sich das ja selbst zuzuschreiben, oder etwa nicht?????

Ach, ich höre gerade den Futtergong. Sorry, muss los, Fresschen ruft. Bis bald mal wieder. Eure Kaiya.
Ke Tu, der kleine Pudel, sucht noch ein neues Zuhause bei hundeverständigen, aktiven Menschen, die viel Zeit für ihn haben

Mai 2011

Hallo, nun muss ich, Kaiya, das Schreiben übernehmen, weil ich hier im Rudel jetzt die Rudelälteste bin, nachdem Jamie zurück zu Ihrer Züchterin nach Dänemark gezogen ist. Wir vermissen sie schon sehr. Aber unser Frauchen sagt, dass hier auch jeder ein bißchen was tun muss, um seine Existenzberechtigung zu haben... na ja, Menschen, eben... Ich habe Welpen gehabt und bin Frauchens Liebling, kein Scherz, echt jetzt und ich darf selbstverständlich hier leben. Aber da sich im Haus die Machtverhältnisse etwas verschieben und verschoben, kam es zu Jamies Umzug. Und künftig werde ich hier berichten, was es neues bei den Chinese Fellows gibt.

Da war zum Beispiel die Shoperöffnung am vergangenen Wochenende. Da tobte der Bär, bzw. wohl eher der Hund und Herrchen und Frauchen. Es war ein voller Erfolg für alle und unser Frauchen war sehr zufrieden mit dem Tag.
Momentan wollen alle Hunde schön gemacht werden und wir müssen sehen, dass wir zu unseren Spaziergängen kommen, weil unser Frauchen viel zu tun hat. Aber bei Sonnenschein im Garten liegen und beobachten, was sich in den Nachbargärten tut, das ist zwischendurch auch unterhaltsam.

Der Pudel ist schon nicht mehr ganz so nervig und daher meint Frauchen, dass er bald in ein neues Zuhause ziehen darf. Wenn Ihr also einen Pudel haben möchtet, dann ruft mal unser Frauchen an!

Gretchen ist mit Wachsen und Fressen beschäftigt und ansonsten schmust sie viel mit uns erwachsenen Chows. Alle Menschen finden sie niedlich und wollen sie am liebsten gleich mitnehmen, das finde ich allerdings entschieden übertrieben. Die ist auch nur ein Chow Chow.

Es gibt noch etwas gaaaanz trauriges zu erzählen: Unser großer Freund Higgins ist gestern gestorben. Er hatte Knochenkrebs, wurde ganz schnell sehr krank und alle sind sooo traurig. Aber wir wissen ja, dass wir Higgins auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke wiedersehen werden.
Ciao chow Higgi!

Higgins im Frühsommer 2009

April 2011

Hallo Freunde, Tante Jamie liegt mal wieder gemütlich in der Sonne und meinte nur, dass ich sowieso zu klein wäre, um zu schreiben. Nur weil ich erst 4,5 Monate alt bin und Gretchen heiße (alles, was auch chen endet ist ein Neutrum, meint mein Frauchen), bedeutet das ja nicht, dass ich blöde bin. Also habe ich den "Kampfpudel" Ke-Tu gebeten, zu schreiben. Der ist nämlich schon älter, ganz schön schlau, und manchmal nervig, sagt Frauchen. Auf jeden Fall kann er schreiben. Und das tut er hier, aber hoffentlich auch nur das, was ich ihm diktiere.
Wir waren am vergangenen Wochenend ein Berlin zur Rassehundeausstellung, weil Ishani noch eine gute Bewertung brauchte. Susanne war sooo aufgeregt, das betonte sie immer wieder, weil Fräulein Ishani ganz schön launisch ist und manchmal einfach gar keine Lust hat, sich ins Maul schauen zu lassen. Und darum ging es ja auch bei der Ausstellung. Ich glaube aber, dass Ishani das ziemlich gut gemacht hat. Jedenfalls stand sie wedelnd im Ring und alle Leute guckten.
Ich saß mit meinem runden Popo außen am Ring und habe die viiiiieeelen Leute beim Vorbeischlendern beobachtet. Und gaaanz viele blieben stehen, um mich zu streicheln. Ej, das finde ich extrem gut. Dieses Gekraule und Gesäusel (ach, wie süß ist die denn...wie alle isse denn?) ehrlich, das hätte stundenlang so weiter gehen können. Sogar Ke-Tu ließ sich streicheln, obwohl er zu Anfang einen Schreck bekam, weil so viele Hunde in der Halle waren. Ich habe mir vorher auch nicht vorstellen können, dass es überhaupt so viele verschiedene Hunde auf der Welt gibt. Aber Ishani tat hinterher sehr großspurig und meinte nur, dass das noch gar nicht so viele gewesenen seien. Sie hätte schon mal mehr gesehen. Na ja, Zicke, eben. Muss immer das letzte Wort haben.
Als die Ausstellerei rum war, sind wir noch bummeln gegangen und unser Frauchen hat noch wieder Halsbänder für ihren Shop geordert und Hundetragetaschen. Als könnten die kleinen Hunde nicht selber laufen. Mich trägt auch keiner mehr.

Vor ein paar Tagen hat Ke-Tu mal wieder etwas Stress mit dem Postboten anfangen wollen, aber da hat unser Frauchen ihn ins "Hallo gestellt". Mein lieber Hund, so möchte ich mich ja nicht mit ihr auseinandersetzen. Aber ich bin ja auch ein liebes Gretchen, nage nur ab und zu an den Gartenmöbeln und pischel auf die Hundedecke. Da ist Frauchen nicht glücklich, aber soo schlimm finde ich das ja nun auch nicht. Ich habe jedenfalls noch nie geknurrt, dass ich den Postboten fressen möchte. Der Herr Rieger ist nämlich ein ganz netter Mann.

Heute kommt uns noch ein blauer Chow besuchen, haben wir gehört. Der kommt von der Nothilfe für Polarhunde und hat bei Flensburg ein neues Zuhause gefunden. Ursprünglich kam er von einer spanischen Insel. Na, ich bin gespannt, was das für ein Typ ist. Ob der uns überhaupt versteht? Wir können alle kein Spanisch sprechen...wir sind gespannt.

Bis bald wieder, Eure Gretchen und Sekretär Ke-Tu

PS von Ke-Tu: Man darf Briefträgern niemals trauen. Die wiegen dich in Sicherheit und schlagen dann zu...und übernehmen Haus und Hof. Aber solange ich da bin...
wird er keine Chance haben. Die Macht ist mit mir...

PS von Frauchen, die das hier gerade überflogen hat: Ke-Tu, das glaubst auch nur du...

März 2011

Hallo Freunde, ich kann nur sagen, dass es so langsam aber sicher ganz schön eng im Haus wird. Warum? Na, weil unser Frauchen Nachwuchs ins Haus geholt hat. Am 19.02. fuhr sie nach Dänemark (Ishani durfte mit, ich nicht....was noch ein Nachspiel haben wird) und tat sehr geheimnisvoll. Was das dann zu bedeuten hat, das wissen wir Hunde im Hause Chinese Fellow langsam sehr genau: Frauchen holt noch einen Hund.
Und - Überraschung! - genau so war es.
Nun lebt "Dian Shan Valse Veronica" bei uns. Frauchen sagt "Gretchen" zu ihr, klingt ja irgendwie niedlich und sie ist ja auch ganz nett... aber man wird doch wohl noch ein wenig maulen dürfen, oder? Ich meine, das ist immerhin ein weiterer Vierbeiner, den ich unter Kontrolle halten muss. Ich werde doch auch nicht jünger und habe als Rudelchefin bereits genug zu tun. Frauchen mischt sich nur selten ein. Eigentlich überlässt sie es meistens mir, die Dinge zwischen uns Hunden zu regeln. Ich bekomme das ja auch gut hin, aber ich muss auch mal an später denken. Sagt ja unser Frauchen auch immer von sich...also denke ich mal an später, und wenn Kaija in diesem Jahr auch noch wieder Welpen bekommt, also wirklich...das ist dann schon ein Fulltimejob für mich, kann ich nur sagen... Na, aber noch geht es ja alles ganz gut von den Pfoten.
Habe der kleinen am ersten Abend gleich mal mein Futter vorgewürgt, was unser Frauchen einerseits ganz toll fand, doch andererseits auch wieder nicht. Menschen sind immer so undurchschaubar. Jedenfalls in diesen Dingen. Ich hatte klar gesehen, dass Gretchen Hunger hatte und wenn unser Frauchen so lange braucht, bis Fresschen fertig ist, dann kümmere ich mich halt rasch darum. Geht doch auch.
Jetzt futtert die Lütte was das Zeug hält und wächst ordentlich. Frauchen sagt ihr immer, dass sie nicht nur in die Breite wachsen darf, sondern auch an Höhe zulegen muss. Als ob es auf körperliche Größe ankäme im Leben... da muss unser Frauchen gerade die Klappe aufreißen... Ich werfe da nur mal rasch die Worte komprimierte Intelligenz ein, ja? Echte Chows wissen, was damit gemeint ist und ChowChowfreunde sollten es auch wissen...oder?
Tschüß, bis bald
Eure Jamie
Dian Shan Valse Veronica, kurz "Gretchen", die kecke Maus

Januar 2011

Hunde, Hunde, Hunde - wie die Zeit vergeht. Jetzt haben wir schon wieder Weihnachten weit hinter uns gelassen und sogar die Silvesterballerei der idiotischen Menschen fast schon vergessen... Zur Ruhe kommen wir selbstverständlich in unserem Haus nie.
Zu Silvester hatten wir Hundebesuch von Lara, der Flatcoated-Mixhündin, die uns im Sommer schon für drei Wochen besucht hat. Mit ihr ist das immer recht nett und unproblematisch. Jedenfalls dann, wenn ich ihr am ersten Tag gleich wieder in Erinnerung gebracht habe, dass ich hier Chefin bin. Sie kann es ja nicht lassen, und sie muss es jedesmal wieder kurz versuchen, sich hier aufzuspielen. Null Chance ! Aber dann läuft alles glatt mit der Lady.
Schwieriger wird es, wenn Tizio, ein kleiner rumänischer Straßenbengel von ca. 5 Monaten, bei uns aufschlägt. Er ist der Nachfolger im Haushalt der Hündin, die im verg. Herbst ausgebüxt war und nun ein neues Zuhause gefunden hat. Unser Frauchen hat dafür gesorgt, dass Tizio bei Eva einziehen konnte. Da sein Frauchen aber anfangs noch keinen Urlaub hatte, lebte er 10 Tage bei uns und kommt auch jetzt immer noch stundenweise oder auch zur Übernachtung. Und Tizio ist ein restpektloser, grobmotorischer Draufgänger, den man in seine Schranken weisen muss. Allerdings liegt mir das bei Welpen nicht so. Und so tanzt er uns eigentlich ganz schön auf der Nase herum, sagt unser Frauchen. Die geht dann schon mal dazwischen und weist ihn zurecht. Die Ar...karte haben  die Shih Tzus gezogen, weil die sich gegen Tizio nicht wehren können. Er ist ja jetzt mit 5 Monaten schon viel größer und stärker, und das lässt er diese Fellknäuel spüren. Da greift unser Frauchen dann richtig durch. Mission "Rette die Shihs !" Die muss Frauchen ja hinterher stundenlang bürsten, um den Filz aus dem Fell zu bekommen, wenn Tizio mit den Kleinen gerauft hat. Manchmal beißt er denen einfach ins Fell und schleppt die wie einen Lumpen hinter sich her. Das müsst Ihr Euch so vorstellen,w ie man das im Fernsehen sieht, wenn ein Löwe eine erbeutete Gazelle abschleppt. Hocherhobenen Hauptes. In unserem Fall ist dann Tizio der Löwe und Nandita und Momo sind die Gazellen Aus der Entfernung ist das zum Piepen. Wenn man selbst die Gazelle/der Shih Tzu ist, wohl eher nicht.

Ihr könnt von Glück sagen, dass ich mal ein paar Zeilen am Computer schreiben kann. Denn unser Frauchen tippt sich mit ihrem Hundebuch fast die Fingerkuppen glatt. Sie ist wie in einem Rausch. Kann Schreiben zur Droge werden? Ich glaube das schon... bin sehr gespannt wie der Hunderatgeber wird, den Frauchen schreibt. Ich weiß schon so viel: Es geht darin nicht nur um Chow Chows. Also ist es eigentlich gar nicht sooo interessant... oder?
Tschüß, bis bald wieder. Eure Jamie

Tizio hat Emma auf der Decke abgedrängt

Anfang November 2010

Sollte hier jemand gedacht haben, ich ließe mir das Zepter aus der Hand nehmen, so hat er sich aber sowas von geirrt... Dass ich hier lange nicht geschrieben habe, das hat einfach damit zu tun, dass ich meine liebe Mühe hatte, an der Regentschaft zu bleiben. Zeitweilig kam ich mir schon vor, wie in einem dieser historischen Romane, die die alte Dame des Hauses so gern liest. Intrigen und Rebellen überall um mich herum. Ich sag' es Euch...
Nuschko hat seit Sommer ein neues Zuhause gefunden (nachzulesen unter seiner Rubrik). Es geht ihm sehr gut dort. Frauchen hat mich mitgenommen, als sie sich mit seiner neuen Menschenfamilie und ihm natürlich vor zwei Wochen bei Maija und Omika traf. Nuschi machte einen vergnügten Eindruck und fing gleich wieder mit seinen Liebesbissen bei unserem Frauchen, äähm, meinem Frauchen, an. Wir haben zu dritt im Garten gespielt, während die Menschen Kaffee tranken, Kuchen muffelten und über die vermisste Mischlingshündin sprachen, die am Vormittag beim Training ausgebüxt war und noch gesucht wurde. Aber dazu später mehr. Dann gab es für uns auch einen kleinen Imbiss, den Omikas Frauchen vorbereitet hatte. Hühnchen und Reis. Kann es etwas Besseres geben?
Am Abend, als es wieder nach Hause gehen sollte, ließ sich Nuschko einfach in den Wagen seiner neuen Familie heben und schwupps war auch schon die Klappe hinter ihm zu. Der Typ hätte auch mal höflich Tschüß sagen können, oder? Macho, kastrierter!

Tja, daran schloss eine aufregende Woche, in der wir uns an der Suche nach der geflüchteten Hündin, eine 7 Monate alte Retriever-Landseermixhündin, beteiligten. Sie war am Ende über eine Woche allein da draußen unterwegs und pendelte zwischen zwei Dörfern über die frisch umgepflügten Acker. Die Menschen sahen sie immer wieder, doch sie ließ niemanden dicht genug an sich heran. Wir liefen in unterschiedlich zusammengestellten Gespannen (Mensch-Hund) durch die Landschaft, um sie zu locken. Dabei haben wir ganze Rudel von Rehen aufgestöbert, aber wir durften nie hinterher laufen. Die Jagdpächter suchten die Hündin, die Tiernotrettung spannte ein Fangnetz auf und suchte mit acht Mann mit, dann gingen wir wieder spazieren, lockten mit leckerem Futter und die Hündin zeigte sich, kam näher, jedoch nie nah genug. Nach 8 Tagen gelang es einem der Jagdpächter, sie in einer Lebendfalle zu fangen und nun ist sie vorübergehend in einer Hundepension, wo sie von meinem Frauchen und der dortigen Trainerin "therapiert" wird, um später in ein neues Zuhause zu wechseln. Ich habe aber schon gehört, dass zwischen meinem Frauchen und der Caro, das ist die nette Frau von der Hundepension (
www.hundezentrum-hof-birkensee.de ) im Gespräch ist, dass die Hündin evtl. bleibt und ausgebildet wird zum Therapiehund oder sowas (was immer das sein soll, ein anständiger Chow tut sowas jedenfalls nicht.)
Die kleine schwarzweiße Shih Tzu Hündin, Momo, entpuppt sich als größenwahnsinnig und versucht, hier im Haus Machtansprüche geltend zu machen. Die beiden Shihs haben bislang neben mit in ihren Körbchen vor Frauchens Bett gelegen. Doch nun will Momo abends unsere Emma nicht mehr ins Schlafzimmer lassen. Sie knurrt und schießt wie eine Furie aus dem Korb auf Emma zu, wenn die abends zu Frauchen ins Bett will. Emma, man glaubt es kaum, traut sich dann nicht weiter. Haha, ich kenne ja zwei Shihs, die heute Abend nicht mehr im Schlafzimmer schlafen werden. Frauchen hat die Körbchen in den Flur gestellt. Recht so, oder? Also ich meine, nun mal ehrlich, Momo ist noch kein Jahr alt und spinnt hier rum? Lange hätte ich mir das auch nicht mehr angesehen. Nur mit unserem Ambrose, von dem ich auch gleich noch berichten muss, mit dem schmust Momo und kuschelt sich seit ihrer ersten Läufigkeit bei ihm an. Frauchen hat Momo schon zwei Mal gesucht. Da lag die immer an den schwarzen Rüden gekuschelt und war gut getarnt. Es sollt eihr mal einer sagen, dass Ambrose mindesten drei Nummern zu groß für sie ist.
Ja, also Ambrose, der kam drei Tage, nachdem Nuschko ausgezogen war. Frauchen sagt, ich soll hier nicht so viel schreiben, was Ambrose anbetrifft. Er sah jedenfalls gar nicht gut aus, als er zu uns zurück kam. Das darf ich doch wohl schreiben, oder? Frauchen hat ihn wieder aufgepäppelt. Sein zerbissenes Ohr ist wieder geheilt und so langsam wird ein stattlicher Rüde aus ihm. Er ist ganz lieb und ich gestatte ihm, neben mir vor der Tür Wache zu halten oder nachts mit mir gemeinsam neben Frauchens Bett zu liegen. Schließlich ist er ja fast sowas wie mein Neffe. (Nachzulesen unter Wurf A, Rüde 3).
Ambrose und Alicia waren wieder siegreich auf Ausstellungen und auch die beiden Shihs haben ihre erste Ausstellung erfolgreich hinter sich gebracht. Frauchen meinte danach, dass die Menschen, die diese kleinen Hunde haben, ziemlich unfreundlich gewesen seien, und nicht einmal zurück grüßten, als sie freundlich guten Morgen sagte. Doch jetzt hat sie sich schlapp gelacht, als sie auf YouTube ein Video von Sabine Asgodom sah, in der die zum Thema "Gelassenheit" genau das berichtete, nämlich, dass sie sich früher geärgert habe, wenn die Menschen nicht zurück gegrüßt hätten. Dann hätte ihr aber jemand gesagt, dass das wahrscheinlich Finnen seien. Und sie hätte gefragt, wieso nicht zurückgrüßende Menschen die finnische Nationalität haben sollten. Ja, erwiderte die Frau damals, sie selbst sei Finnin und lebe nun schon lange in Deutschland und kenne die Gepflogenheiten. Aber in Finnland dürfe man niemanden zurück grüßen, wenn man ihm nicht zuvor persönlich vorgestellt worden sei.
"Hah," lachte mein Frauchen als sie das Video sah und von den Finnen hörte, "dann haben in Kropp auf der Kleinhundeausstellung überwiegend Finnen gemeldet. Das war im Katalog nur falsch geschrieben. Jetzt ist ja alles klar!"
Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich das auch richtig verstanden habe, aber ich frage bei Frauchen noch einmal nach.

Amy war mit ihren Menschen zu Besuch. Sie hat sich im Landarztcafé mit Ambrose und unserem Frauchen getroffen. Danach sind sie laaange spazieren gegangen, aber zu uns hat sie gar nicht mehr reingesehen. Fanden wir ziemlich schade. Naja, vielleicht klappt es im kommenden Jahr?

Jetzt kommen immer öfter fremde Hunde, die unser Frauchen wieder schick macht, badet, fönt, kämmt, bürstet und schneidet. Wir finden das allesamt ziemlich doof, weil wir nie mit in den Hundesalon dürfen, wenn dort fremde Hunde sind. Jedenfalls meistens nicht. Aber uns fragt ja keiner, was wir gerne möchten. (Rehbraten, ganz frisch gerissen zum Beispiel)
Tschüß, bis bald. Eure Jamie
Momo im August2010 im "Thronsessel"

Juli 2010

Da Jamie derzeit eine Schreibblockade hat, darf ich heute auch einmal ein paar Zeilen niederschreiben. Wer ich bin? Kaiya selbstverständlich. Die einzige von uns zwei reifen Hündinnen, die schon mal etwas zustande gebracht hat. Ich meine Welpen. Daher kann ich nicht verstehen, dass Jamie manchmal gestresst tut. Auch wenn sie sich entzückend um die Shih Tzus kümmert. Das zählt ja nichts gegen eine Welpenaufzucht.
Na, wie auch immer, sie hat natürlich insofern recht, als dass in diesem Haus nie Ruhe einkehrt. Die beiden Shi Tzus toben ja meistens zu zweit durch Haus und Garten, zernagen Stöckchen und schreddern Blumen. Dann war drei Wochen eine Flat Coatet Retrieverhündin zu Besuch. Danach kamen mein Sohn Dai und Ishani für zwei Wochen zu uns, während deren Frauchen im Krankenhaus war. Es wird wohl klar, dass man hier nie allein und für sich sein kann. Ständig fremde Hunde und dazu Menschenbesuch...dazwischen der jugendliche Kater, der die Wände hochgeht, um Schnaken und Fliegen zu fangen oder er tobt nur zum Spaß durch das Haus, fegt  um die Ecken, springt einem unvermittelt in den Weg und über uns drüber. Kein Benehmen. Katzen eben.
Die Umbauarbeiten sind so ziemlich abgeschlossen. Ich glaube, Frauchen wartet jetzt auf irgendwelche komischen Möbel und so weiter. Ist mir schnuppe.
Bei der Wärme, besser Hitze, in den letzten Tagen, haben wir uns alle kühle Erdkuhlen gegraben und uns dahin verzogen, bis wir gegen Mittag ins Haus mussten. Ehrlich gesagt, es war auf den Fliesen im Haus auch angenehmer. Aber wir sind "Draußenhunde" und würden das nicht zugeben. Niemals!
Seit Frauchens Hundesalon so ziemlich eingerichtet ist werden wir noch öfter gekämmt und gebadet. Gegen Shih Tzus sind wir ja pflegeleicht wie Kurzhaarhunde. Aber unser Frauchen wollte ja unbedingt diese fusseligen Clowns haben. Allerdings legen die sich auf den Trimmtisch und lassen sich täglich bürsten und einsprühen und hastenichgesehen. Wer's mag?
Ganz so verrückt ist sie mit uns nicht. Gott sei Dank. Aber vorhin hat sie mich gegriffen und auf den Tisch gestellt...daraufhin habe ich mich im Anschluss gleich wieder in mein Erdloch vergrabenund jetzt gefalle ich mir wieder sehr gut.
Bis bald, Eure Kaiya
Kaiya im Juli 2010, danach hat sie sich gleich wieder im Erdloch im Garten gewälzt...

Mai 2010

Ich weiß ja gar nicht, wo ich anfangen soll... es sind wirklich unruhige Zeiten angebrochen...
Seit knapp zwei Wochen lebt die zweite Shih Tzu Hündin bei uns. Sie heißt Momo oder "Mummelchen" eigentlich (Ne quid Nimes Ovo puella) ist am 31.12.2009 geboren und hat schwarzweißes Fell. Sie ist ein bißchen kleiner als Nandita, aber glaubt mal, Momo lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen, wie die Menschen so sagen, sprich, das Futter aus der Schüssel klauen. Die weiß schon, was sie will und zeigt das deutlich.
Aber wir Chows sind ganz zufrieden mit ihr und jetzt tobt Nandita viel mit Momo und lässt uns zwischendurch auch mal fünf ruhige Minuten. Allerdings kuschelt Nandita immer noch sehr gern mit uns Chows. Momo macht das nicht. Aber das ist schon okay so.
Irgendein Handwerker, Maler, Maurer, Tischler, wuselt fast jeden Tag durch unser Haus und Garten. Es geht langsam voran und Frauchen beginnt, sich zu freuen. Bislang hat, glaube ich, die Arbeit und das Organisieren überwogen. Eigentlich wollte Frauchen ja schon viel weiter sein, aber es geht nicht immer so, wie unser Frauchen sich das denkt. Da haben Behörden ihre eigene Geschwindigkeit und Handwerker sind auf Wochen ausgebucht. Immerhin ist die alte Dame hausintern in ein anderes Zimmer gezogen, hat, nachdem ein Zwischenflur geschaffen wurde, sozusagen ihren eigenen kleinen Trakt bekommen und fühlt sich da auch wohl. Jetzt kann sie uns immer im Garten beim Spielen beobachten und stellt fest, dass im hinteren Gartenteil andere Vögel zu beobachten sind als im vorderen, die sie zuvor  im Blick hatte. Uns interessieren ja mehr die Eichhörnchen, die durch die Bäume flitzen, die Kaninchen, die die Nachbarin züchtet und in ihrem Garten freilaufen lässt und die Rehe, die auf dem Nachbarfeld stehen. Nachdem Alicia ausgebrochen ist und sich sehr an den Kaninchen im Nachbargarten interessiert gezeigt hat, wird der Garten jetzt noch höher eingezäunt. Spielverderber!

Jetzt kommen auch häufiger fremde Hunde, die frisiert werden und sich über den Hintereingang einschleichen, so dass wir das nicht bemerken sollen. Die werden dann von Frauchen aufgemaschelt. Aber wir wissen es jedesmal, wenn sich so ein fremdes Pack bei uns herumtreibt und das erfreut uns überhaupt nicht! Wir überlegen uns schon einen Plan, wie wir die vertreiben können.
Andererseits freut es uns fast, wenn Frauchen losfährt, um fremde Hunde zu trainieren und kinesiologisch zu testen und zu balancieren, also zu behandeln. Denn das findet immer im Zuhause der fremden Hunde und Katzen statt. Das ist uns so viel lieber. Frauchen sagt uns, dass wir uns daran gewöhnen sollen, weil immer öfter fremde Gäste hier sein werden.
Jetzt kommt für drei Wochen ein Pflegehund, eine schwarze Retrievermischlingshündin namens Lara. Sie bleibt für drei Wochen, weil ihre Familie Urlaub in Griechenland macht. Als ob hier nicht schon genug los wäre...
Die Frage stellt sich langsam, wie flexibel Chows sind. Ich glaube, wir wurden diesbezüglich bislang stark unterschätzt, denn wir hier sind wirklich sehr flexibel und anpassungsfähig! Deswegen lobt uns Frauchen  auch stets und ist sehr stolz auf uns! 
Tschüß, bis bald. Eure Jamie
Shih Tzu - Gerangel

März 2010

Seit Anfang März lebt nun wieder ein Shih Tzu bei uns im Rudel. Unser Frauchen hat so einen kleinen Bodenwischer im Haus sehr vermisst. Und ich muss ehrlicherweise eingestehen, dass jetzt, wo die Kleine da ist, auch wir Chowies merken, dass etwas gefehlt hat. Natürlich ist die kleine Nandita (Nandita vom Heydpark) nicht wie unser alter Bao, der Shih Tzu, der vor zwei Jahren starb, aber gewisse rassetypische Ähnlichkeiten sind vorhanden (sagt Frauchen).
Auf jeden Fall hat sich der Neuzugang sehr gut bei uns eingelebt und düst jetzt, wo das Wetter besser wird und wir alle mehr draußen in der Frühjahrssonne liegen, durch den Garten, kaut mit uns auf Stöckchen herum oder flitzt unter unseren Bäuchen durch. Besonders gern hängt sie sich mit ihren spitzen Milchzähnen in Alicia Mähne oder Bauchfell und zerrt und schaukelt dort.
Die einzige, die wenig Lust auf Nandita hat, ist DeeDee. Die motzt die Kleine manchmal heftig an und wenn Nandita dann um Hilfe quiekt, sind wir Chowies natürlich alle sofort da, um unsere Freundin notfalls zu beschützen. Ehrensache! Versteht sich von selbst unter uns Asiaten, hi hi hi.

Zwischendurch helfen wir auch mal bei der kleinen Hundehygiene und lecken Nandita ab, an den Stellen, an denen sie das noch nicht so richtig kann... ihr wisst schon, oder? Das lernt sie aber noch. Manchmal piescht sie auch auf die Fliesen im Haus, was Frauchen gelassen nimmt, weil sie das schon kennt. Der alte Bao hat, als er noch Baby war, sich mit der Stubenreinheit ganze 11 Monate Zeit gelassen, erzählt unser Frauchen. Naja, so lange wird sich Nandita wohl nicht Zeit geben, hoffen wir. Es ist schon blöd, wenn man aus Versehen in so eine kleine Pfütze patscht. Und Frauchen läuft meist barfuß durch's Haus...

Wir haben Handwerker im Haus, was wir alle total spannend finden. Aber die sind echt doof, weil die immer gleich alles wieder wegräumen, womit man bestens spielen kann. Das meinen die beiden Katzen auch. Wovon ich rede? Na, von Schrauben, Holzstückchen, so einem merkwürdigen Schaum, der in Ritzen gefüllt wird, aufquillt und dann fest wird. Damit kann man herrlich spielen, wenn man den erst einmal wieder rausgepult hat. Darin sind die beiden Katzen Spezialisten. Weiß gar nicht, warum unser Frauchen immer so ein Fass aufmacht - hinterher???? Und dann räumt und wischt sie ständig herum. Die Handwerker machen doch sowieso wieder Dreck und dann piescht Nandita oben drauf. Also, wozu das alles??? Tritt sich fest, früher oder später. Doch Frauchen murmelt was von Frühjahrsputz. Ehrlich jetzt, ich glaube, da legen wir uns die nächsten Tage mal faul in den Garten und warten einfach ab, bis der Frühjahrsputz vorbei. Oft hat unser Frauchen ja solche Anfälle nicht. Gott sei Dank.
Tschüß, bis bald. Eure Jamie
Nandita im März beim Häkseln im Garten

Februar 2010

Hallo Leute, ich nutze mal schnell die Chance, um hier ein paar Zeilen zu schreiben, während mein Frauchen im Haus herumräumt. Das geht seit Tagen so. Die alte Dame, also Frauchens Mama, zieht in ein anderes Zimmer. Nämlich in Frauchens Büro. Und das Büro wird in das große Zimmer integriert, sagt Frauchen, was aber bedeutet, dass Kabel neu verlegt werden, Teppichboden raus gerissen wird, Laminat verlegt werden muss                                                                                                                                                                                ,neue Heizkörper gesetzt werden (also meinetwegen muss das nicht sein!) und so weiter und so fort. Unser Frauchen weiß nicht, wo ihr der Kopf steht, denn zwischendurch fährt sie noch fort, um Hunde zu trainieren und ihnen zu helfen, wenn sie mit ihrem Leben und den Menschen und anderen Tieren nicht klarkommen. Wenn wir dann in der Zwischenzeit ein wenig geholfen haben, zum Beispiel schon mal Bücher sortiert haben, damit die dann ganz schnell in die neuen Regale geordnet werden können, oder wir haben mit den Katzen die Bügelwäsche einfach glatt gelegen, dann ist Frauchen immer total genervt. Verstehe das, wer will. Wir tun es jedenfalls nicht. Da will man ihr schon mal helfen.... Undank ist der Lohn. Wie meistens. Die wird noch sehen, was sie davon hat.

Als würde hier noch nicht genug herumwuseln, kommt auch noch bald Verstärkung ins Haus. Nandita !!! Ich sag nur -Nandita-!!! Das ist ein goldweißer Shi Tzu. Also sowas, was Bao war und was unser Frauchen seltsamerweise vermisst und deswegen ins Haus holt. Diesmal nur die weibliche Ausführung. Aber daran tut sie wohl gut, denn Pascha macht seinem Namen alle Ehre und toleriert nur einen Harem. Ich bin ja mal gespannt, wie lange es dauern wird, bis wir "Nandita" klar gemacht haben, dass sie sich mal ganz klein hinten anstellen darf. Shi Tzu, Bratpfannengesicht ts ts ts...

Mikesch hat sich gut eingelebt und schmust mit uns. Der kann ganz schön aufdringlich sein. Wirft sich einem einfach über die Pfoten, wenn man gerade tief und entspannt schläft und schnurrt einem laut ins Ohr. Der traut sich was!

Seit Dezember sind wir ja ganz viel draußen und toben durch den Schnee. Wenn es nach uns ginge, bräuchte es gar nicht Frühling zu werden. Aber Frauchen ist vom Schnee total genervt und alle Menschen stöhnen, weil das Autofahren so blöde ist, wegen der Schneeverwehungen und wegen Glatteis und so. Also ich finde Schnee supertoll und momentan ist der Wettergott voll auf der Seite der Chow Chows. Wir fressen auch alle unsere Schüsseln ratzputz leer, damit es weiter schneit. Egal, ob Frauchen das gut findet oder nicht. Ishani liebt es auch, wenn die dicken Schneekugeln wie Weihnachtsbaumschmuck an ihren Beinen hängen und an ihrer Brust. Gerade am Sonntag hatten wir mit Ishani und Dai wieder viel Spaß bei den Schneeballkämpfen im Garten. Wenn wir mal abstimmen, dann sind hier im Haus die Stimmen für Schnee ganz klar in der Überzahl... also: let it snow, let it snow, let it snow...

So. Jetzt machen wir noch eine kurze Abendrunde und dann werde ich mich vor die Terrassentür legen. Da ist es schön kühl.

Tschüß, bis bald. Eure Jamie

Nandita vom Heydpark, 7,5 Wochen alt

Dezember 2009/Januar 2010

Frauchen meint, dass ich ganz schön faul geworden sei. Ich weiß gar nicht, wovon sie redet... Aber gut, wenn Frauchen meint, dass ich zum Jahresausklang bzw. Jahresanfang einmal kurz Resümee ziehen sollte in meinem Tagebuch, damit ich mich erinnere, was alles gewesen ist und frisch und geistig frei in das neue Jahr starten kann... na, in Gottes Namen, dann mache ich das um des lieben Friedens Willen. Vielleicht gibt es ja ein besonderes Leckerchen als Dankeschön Aber ich will mich nicht lange damit aufhalten.

Hauptsächlich war ja für Frauchen das Jahr aufregend. Sie hat im Frühjahr ihre Hundetrainerausbildung absolviert und bald darauf kamen Kaiyas Welpen auf die Welt. Dann drehte sich alles um die vier Zwerge und auch ich hatte Tantenpflichten zu erledigen und zwischendurch musste noch der Pascha erzogen werden, der ja im Februar/09 zu uns gezogen war.
Als die Welpen alle ein vermeintlich gutes Zuhause gefunden hatten, waren Ausstellungen in Deutschland und Dänemark angesagt. Dann hat Frauchen mit der Hundefriseurausbildung begonnen, die sie im Dezember, knapp vor Weihnachten, erfolgreich abgeschlossen hat.
Währenddessen haben wir unsere neuen Hundesitter, Lisa und Christel, ausprobiert und uns erst einmal entsprechend erzogen. Klappt jetzt schon ganz gut mit denen...

Unser süßer Nickikater fraß nicht mehr gut. Und im November starb er dann plötzlich. Mensch, das war so ein toller Kumpel, der uns immer genau seine Meinung kundgetan hat und wir vermissen ihn immer noch sehr.
Seit Ishani da ist ganz besonders, denn die könnte mal eine klärende Abreibung von Nicki gebrauchen, weil sie ziemlich aufdringlich ist.
Der neue Kater ist ja selbst noch ein halbes Baby und viel zu lieb. Da muss ich wieder ran. Und gemeinsam mit Nuschko erziehen wir Ishani.
Naja, so geht hier alles seinen Weg. Wir schnuppern durch den Garten, jagen Igel, fraßen im Herbst Falläpfel und hatten Durchfall, wurschtelten uns ein Loch in den Zaun und spielten Ausbrecherkönige, klauten Strickzeug vom Tisch und zernagten die Stricknadeln und ribbelten den halbfertigen Strumpf auf... ich meine, wir müssen unser Frauchen beschäftigen, sonst langweilt die sich und hat nichts von uns zu erzählen.

Jetzt plant Frauchen den Hundefriseursalon. Einiges soll im Haus geändert und umgebaut werden, dazwischen düst sie los, um fremde Hunde zu trainieren, was uns eigentlich gar nicht gefällt. Aber was sollen wir dagegen tun? Frauchen sagt immer, dass wir ihr die Haare vom Kopf fressen (das ARAS-Futter ist aber auch  besonders lecker) und sie Geld verdienen muss, weil wir ihre Spardosen seien.
Ich glaube, dass Spardosen, besonders vierbeinige, wuschelige, was echt Gutes sind im Leben und Frauchen kann sich glücklich schätzen, dass sie gleich so viele davon hat.
Pst, soll ich Euch mal etwas verraten? Kommt mal dichter...nicht so laut...ganz leise sein...
Ich habe auf Frauchens Schreibtisch geschnüffelt und gesehen, dass sie schon wieder neue Welpen plant. Und sie hat einer Freundin erzählt, dass sich schon ein paar Menschen ganz doll auf die neuen Babies freuen würden.
Also ehrlich, kann mal nicht jemand an uns und unsere Nerven denken?
Wenn wir Ishani aus dem Gröbsten raus haben, dann wuseln hier möglicherweise schon wieder die nächsten Chowiezwerge durch Haus und Garten. Na, wenn mir das hier alles zu viel wird, dann ziehe ich doch noch eines Tages aus. Kann ich dann zu Euch kommen?
Tschüß, bis bald.
Eure Jamie

Ishani wird von Kaiya, Nuschko und Pascha erzogen/Januar 2010

November 2009

Jaahaaa! Ich weiß ja, dass ich in letzter Zeit kaum noch etwas geschrieben habe. Aber was soll ich denn tun, wenn mein Frauchen immer den Schreibtisch blockiert und ich nicht mehr an die Tastatur darf?
Und außerdem war auch den Sommer über genug zu erledigen. Wenigstens einmal in der Woche kommt Algernon/Dai zu Besuch. Dann toben wir alle gemeinsam durch den Garten und ich habe in jüngster Zeit immer öfter das Gefühl, dass ich hier mal die Rangordnung wieder in Erinnerung bringen muss. Der Pascha kommt mit seinen knappen elf Monaten an Lebenserfahrung ins Rüpelalter und Nuschko und ich müssen gegen diesen Riesen ganz schön kämpfen, um ihn in seine Schranken zu weisen. Meistens kapiert er es aber. Und Dai reizt die Grenzen auch ganz schön aus. Mal ganz zu schweigen von Alcia. Frauchen las uns kürzlich vor, dass Studien ergeben haben sollen, dass Hündinnen, die mit lauter männlichen Geschwistern auf die Welt kommen, selbst so viel Testosteron abbekommen, dass die ziemlich männlich sind. Ich kann nur sagen, es scheint bei unserer Alicia zuzutreffen, denn die lässt sich nicht die "Butter vom Brot "respektive" die Wurst aus der Schüssel" nehmen und ist ganz schön stur. Aber Charme hat sie auch, setzt dann durchaus auch ihre weiblichen Reize ein und wickelt Frauchen und Besucher um den Finger.
Selbst Schuld, sage ich da nur, wenn man dann gegen das Prinzesschen vergeblich kämpft.
Unsere Prinzessin könnte den Jagdtrieb glatt von mir haben. Unser Frauchen war schon schier verzweifelt, weil Alicia immer wieder versucht hat, den Haus-Igel zu beißen, was mit blutiger Schnauze und Flohübergriffen endete. Frauchen nahm den Igel und quartierte ihn jedesmal wieder jenseits des Zaunes, aber der fand immer wieder zurück. Wahrscheinlich war der Igel im früheren Leben mal eine Brieftaube und darum.... und soweiter und sofort... dann hockt er wieder im Garten und grunzt "ick bin all doar" und schon ist Alicia zur Stelle und das Spiel beginnt von vorne. Frauchen flucht und schickt Verwünschungen zum Himmel, hat aber trotzdem Skrupel den Igel zu sehr in Straßennähe zu bringen, wo er dann womöglich plattgefahren würde. Tja, ich persönlich bin ja der Meinung, dass sie da Prioritäten setzen müsste, aber ich werde nicht gefragt und Menschen sind so inkonsequent. Das ist uns Hunden doch vollkommen fremd. Wenn wir etwas wollen, dann setzen wir das egoistisch durch. Es gibt nur ein Ziel, nämlich das, das ich mir gerade in den Kopf gesetzt habe. Aber Frauchen ist da weniger zielstrebig. Also, das finde ich und es gibt nur meine ganz persönliche Hundemeinung wieder.
Was war noch so los? Ein paar Ausstellungsbesuche natürlich. Ich musste auch mal wieder ran. Häufige Besuche. Im Sommer führt Frauchen sowas wie eine Pension. Ständig sind Menschen und Hunde hier. Man findet keine Ruhe.
Aber jetzt ist ja Herbst, vorgestern schneite es zum ersten Mal, die Tage werden länger, wir liegen mehr im Haus und schnarchen vor uns hin, träumen von Jagdabenteuern und leckerem Fresschen und schwupps, ehe wir uns versehen, dann ist auch schon wieder Weihnachten. Dann gibt  es wieder besonders leckeres Fresschen, wie erst kürzlich, als ich meinen dritten Geburtstag feierte. Da gab es eine Würstchentorte. Ich war gut gelaunt, und ließ die anderen aus meinem Rudel mitfressen.
So. Es ist spät. Ich bin müde. Die anderen schlafen schon und Frauchen meint auch, dass es jetzt Zeit für's Körchbchen ist. Also dann, gute Nacht.
Tschüß bis bald. Eure Jamie


Ende Juli 2009

Ehe dieser Monat vorbei geht, will ich hier rasch berichten, was in den vergangenen Wochen so bei uns passiert ist. Der Teufel war los! Das kann ich Euch sagen.Und zwar in Form von vier kleinen Welpen, die einerseits sehr niedlich sind/waren und auch meine Aufmerksamkeit, Fürsorge und Erziehung benötigten, die ich ihnen gerne gab. Aber andererseits - na ja, was soll ich sagen? Man braucht auch mal ein wenig Ruhe. Und die hatten wir ausgewachsenen Chows nun seit April nicht mehr. Zwischen den vier Welpen tobte noch Pascha, der Jungspund, der nun sieben Monate alt ist und stets antestet, wie weit er denn bei uns gehen kann, bis es kracht. Er ist jetzt schon größer als Nuschko. Unser Frauchen ist ganz begeistert von Paschas Temperament und von seiner Größe. Aber es sei mir doch hier mal die Frage gestattet, wie weit das noch gehen soll?
Also wenn ich das gleich gewußt hätte, ich glaube, ich wäre nicht so leicht und schnell von Dänemark nach Deutschland gezogen. Wirklich nicht.
Aber, es ist ja wie es ist...
Ich habe mir die Erziehung der Welpen mit der Mama Kaiya geteilt. Wir haben beide gute Arbeit geleistet. Davon bin ich überzeugt. Die restlichen Feinheiten übernahmen die Rüden und die beiden rumänischen Hündinnen bzw. die Katzen. Letztere sorgten sozusagen für den filigranen Feinschliff... alles klar?

Nun ist Ambrose bereits nach Holland gezogen, wo er jetzt auf den Namen James, Sir James (Bond. James Bond) hört und mit einer Chowhündin zusammen wohnt. Aragon behielt seinen Namen und zog nach Österreich in einen Haushalt mit riesigem Garten und zwei roten Chowhündinnen, von denen eine schon hoch betagt ist. Dort tritt er die Nachfolge eines Eldorado Chowrüden an und wir hoffen alle, dass er uns in der Steiermark Ehre machen wird.
Algernon heißt nun Dai und lebt nur ca 2 Kilometer weit weg von uns. Er kommt uns ganz oft besuchen und momentan macht er bei uns zwei Wochen Urlaub, während seine Menschenfamilie verreist ist.
Unser Frauchen hat auch gerade mal wieder den sommerlichen Hotelbetrieb aufgenommen. Familienangehörige und Freunde kommen und gehen, meist in Begleitung von Hunden. Das erfordert von uns allen, ich meine uns hauseigene Vierbeiner, Toleranz und Flexibilität.
Ich begreife absolut nicht, warum es immer noch heißt, wir Chows seien unflexibel, Ein-Mann-Hunde, griesgrämig usw. Hallo, Leute! Aufwachen, da draußen! Auch an uns ist die Evolution nicht spurlos vorbei gegangen.Wir haben uns ganz schön verändert und sind heute überwiegend freundliche Zeitgenossen, die zwar noch immer über Persönlichkeit und Charakter verfügen und auch eine eigenen Meinung zu Themen wie Apportieren, Beifußgehen und Hundesport an sich haben, aber man soll doch uns nicht für Eigenschaften anprangern, die der Mensch bei seinen Artgenossen oft vergeblich sucht. Wir, im Hause "The Chinese Fellow" sind jedenfalls tolerant und umgänglich und im freundlichen Begrüßen Fremder geübt (Frauchen ist ja Hundetrainerin, da dürfen wir sie nicht blamieren, gell).
Alles läuft gut. Auch die Waschmaschine und der Trockner stehen kaum still. Ehrlich gesagt, wir könnten alle nach dem aufregenden Frühjahr ein paar Wochen Ruhe gebrauchen. Aber ich fürchte... daraus wird wieder nix. Unser Frauchen schmiedet schon wieder Pläne und ich ahne, dass in den kommenden Monaten so einige Veränderungen anstehen werden. Aber, wie schrieb ich doch gerade? Chow Chows sind flexibel, tolerant ... und ich-weiß-nicht-was-sonst-noch-alles.
Aber jetzt mache ich ein kurzes Nickerchen. Ich will meine Ruhe. Basta.
Tschüß. Ciao. Bis bald. Eure Jamie
Ambassador Ambrose The Chinese Fellow (Sir James) 8 Wochen alt, ruht im Garten

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Ende April 2009

Dritter Tag Angetreten zum Appell in Reih und Glied

Hallo, ich bin es wieder, Eure Jamie.
Wie Ihr ja schon gelesen habt, hat
meine Freundin Kaiya tatsächlich
Nachwuchs bekommen. Vier kleine Welpen
bevölkern nun mit ihr Frauchens Schlafzimmer.
Und wir, also Nuschko,Emma und ich und die
beiden Katzen, wir dürfen nicht mehr in
das Zimmer. Es ist sozusagen Tabuzone für
uns. Und das finden wir nicht in Ordnung.
Wir versuchen ja immer wieder, mal
neugierig einen Blick zu erhaschen, weil wir
doch sehr interessante Geräusche hinter der verschlossenen Tür hören, aber Frauchen
passt besser auf denn je.

Überhaupt ist es seit einer Woche ziemlich
unruhig im Haus. Alles scheint sich nur um
die Welpen zu drehen. Wir gehen kein Gassi
mehr, sondern müssen uns mit dem, zugegebenermaßen, großen Garten zufrieden
geben. Emma, die sonst bei Frauchen im
Bett schläft, ist richtig traurig und ich
schaffe es auch nicht, sie aufzumuntern.

Also langer Rede gar kein Sinn. Es herrscht
hier Ausnahmezustand und wir sind uns noch
nicht darüber einig, ob wir das gut finden
können. Jetzt bin ich läufig geworden, das
ist ja immer meine Zeit, wenn es in Richtung Ausstellung in Neumünster gehen soll, dann
beginne ich mit der Läufigkeit. Dieses Mal
zieht Kaiya nicht mit, die Verräterin. Alles
muss ich alleine machen. Wer weiß, wie lange
das Chaos hier noch herrscht?
Naja, jetzt
hilft nur der Bayrische Dreisatz weiter:
Erst schau’n mer mal, dann tun mer mal
nix und dann werd’n mir scho’ sehn. Gell?

Tschüß, bis bald.Eure Jamie.

Alle vier Welpen kurz nach der Geburt und die erschöpfte Mama

März 2009

Ich (Jamie) habe Neuigkeiten für Euch!

Hallo, ich bin es wieder, Eure Jamie!
Ich habe Neuigkeiten für Euch.
Unser Haus und unser Garten sind ja,
wie Ihr schon wisst, ziemlich groß.
Und so hat unser Frauchen kurzerhand
Besuch für ein paar Wochen aufgenommen.
Na ja, so richtig Besuch ist er auch nicht,
denn so ein bisschen soll er ja auch zu uns
gehören und bei uns wohnen. Aber eigentlich
zieht er in einigen Wochen ganz nach Dänemark.
Ich glaube auch, dass es das Beste ist,
weil dann wieder mehr Ruhe im Haus ist.
Ihr fragt Euch jetzt bestimmt, von welchem
Besuch ich hier schreibe???? Ich meine den
kleinen „Louvre Cunami", genannt Pascha.
Er kommt aus Litauen und ist ein schwarzer
Kerl, der nur so vor Selbstbewusstsein strotzt
und für mein Verständnis eine ziemlich große
Klappe hat. (Seine Eltern heißen Wiski Blek
Djalo und Zunda Cunami). Ich vermute ja stark,
dass unser verstorbener Shi Tzu in diesem
Pascha wiedergeboren ist. Denn der Shi Tzu
hatte von unserem Frauchen den Beinamen
„Napoleon" oder „Minichef" bekommen und
den Pascha nennt sie auch so. Na, Ihr könnt
ihn Euch mal anschauen auf dem Foto.
Wie findet Ihr ihn?

Meistens spielt Pascha mit Nuschko.
Der wirkt gegen den Kleinen jetzt fast
schon erwachsen, dabei haben Kaiya und ich
noch vor ein paar Tagen gesagt, dass Nuschko
so albern und kindlich sei. Tja, so ändert sich
die Welt ganz schnell.

Louvre Cunami, genannt Pascha ... Wie findet Ihr ihn?

Kaiya schläft viel und will ihre Ruhe haben.
Vielleicht hat das tatsächlich geklappt, und
Kaiya bekommt im April Welpen. Ich
glaube, das halten meine Nerven nicht
durch. Diesen Pascha und dann noch
weitere Welpen.
Herrjehmineh…
Wie ist es, hättet Ihr ein
Gästehundezimmer für mich frei?

Tschüß, bis bald wieder.

Eure Jamie

Kaiya schläft viel und will ihre Ruhe haben.

Februar 2009

Multi Ch Wiski Blek Djalo

Ach, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll…
Das Wichtigste gleich zu Anfang: Kaiya hat sich
in einen schwarzen Rüden verliebt (ich sage nur Internet) und hat sich mit ihm getroffen. Es war offenbar Liebe auf den ersten Blick, denn die
zwei haben gar nicht wieder voneinander lassen können. Na, was Kaiya so eben Liebe nennt.
Die beiden haben sich ja nur für drei Tage
getroffen und das soll nun die große Liebe
sein? Ich weiß ja nicht… Ich persönlich wäre da vorsichtiger und wählerischer und überhaupt
hätte ich viel zu viel Angst, dass man mich
überfällt und ausraubt, wenn ich mich im
Ausland mit einem mir völlig fremden Rüden
treffen würde.

Wiski Blek Djalo und Dian Shan Ke Xin

Okay. Es muss ja jede selbst wissen, was und
mit wem sie es tut. Oder eben auch nicht tut.
Ich täte es nicht. Kaiya hat es getan. Schwarz
soll er sein und groß und kräftig und kerngesund
und „Wiski Blek Djalo" nennt er sich. Pah. Das
klingt doch verdächtig nach einem Pseudonym.
Wenn das mal kein Heiratsschwindler ist.

Unser Frauchen fuhr mit zum Treffen und
findet den schwarzen Rüden ganz toll. Sie war
so was von begeistert, dass es mir schon bald unheimlich war. Nuschko hat beleidigt das
Zimmer verlassen, als unser Frauchen von
dem litauischen Gigolo schwärmte. Ich kann
ihn verstehen! Nuschko darf Kaiya nicht
einmal ein Küsschen geben, ohne dass
die rumzickt und Frauchen die beiden trennt
und mit dem fremden Typen springt Kaiya
gleich in die Kissen, sozusagen, und alles ist
ok. Ja, wo leben wir denn?! Das schreit doch
nach der Sittenpolizei, oder was findet ihr?

Fünf Chow-Chow-Züchterinnen und ein "Quotenmann". Von links: Cindy Amoroso, Frankreich, Hanne Fogtmann, Dänemark, Antje de la Porte, Deutschland, Jolanta Taujeniene, Litauen, Silvija Bielskyte, Litauen UND "Wiski Blek Djalo"

Dann musste Nuschko auch noch zum
Röntgen und würde dafür in Narkose gelegt.
Das macht uns alle immer ganz wuschig,
weil man ja nie weiß… und aufgeregt ist,
was wohl dabei herauskommt.
Das Ergebnis zeigt, dass er leichte HD hat,
also C eingestuft wurde. ED ist 0 –
was immer das nun wieder heißen soll.
Diese Menschen immer mit ihren
Abkürzungen…

Im Augenblick geht hier sowieso einiges
nicht mehr den gewohnten Rhythmus,
weil unser Frauchen eine Ausbildung zur "Problemhundetherapeutin" macht. Sie
sagt, sie könne dann auch mit Hunden
umgehen, die andere Hunde oder sogar
Menschen beißen. Iiiih, die schmecken
bestimmt nicht. Was soll das überhaupt?
Frauchen sitzt jetzt viel über dicken
Büchern und lernt und dann schaut sie
uns zwischendurch mit einem durchdringenden
Blick an und beobachtet uns, dass man
meint, permanent durchleuchtet zu werden.
Ich hoffe, dass sie bald mit der Ausbildung
fertig ist und wieder normal wird.

So. Jetzt scheint draußen endlich mal wieder
die Sonne, es regnet nicht und wir dürfen mit Frauchen raus in den Garten zum Spielen.
Frauchen sagt zwar, dass Hunde nicht
Spielen, sondern dass es immer um ihre
Triebbefriedigung geht und dass es 30
Triebe gibt, von denen man vier optimal
für die Erziehung nutzen kann.
Aber ehrlich gesagt, wir lassen sie
reden und denken uns unseren Teil.

Tschüß, bis bald.

Eure Jamie

2009 ... Anfang Januar

Hallo, da melde ich mich doch gleich wieder zu Wort, bevor das neue Jahr mit Riesenschritten vorangeschritten ist. Gerade mache ich mal eine kurze Pause vom Toben im Garten. Hey, das ist momentan das schönste Chow-Chow-Wetter: Minusgrade und Schnee satt. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen und darum toben wir drei Chow-Chows auch heftig im Garten und trampeln dabei den Schnee platt.

Hey, das ist momentan das schönste Chow-Chow Wetter ...

Ich kann Euch wieder eine neue Geschichte erzählen. Unser Kater hat sich angewöhnt, nachts um das Haus zu streifen. Er weckt unser Frauchen so um drei Uhr nachts. Die lässt ihn dann zur Terrassentür hinaus und er kommt meist so ungefähr nach ein bis zwei Stunden wieder zurück. Dann springt er auf die Fensterbank vom Schlafzimmerfenster und trommelt von draußen mit den Pfoten an die Fensterscheibe. Frauchen wird wach, tapert zur Terrassentür und lässt ihn dort wieder rein. Ihr müsst jetzt noch wissen, dass vor Frauchens Schlafzimmer eine Terrasse ist. Und wenn ich sage, sie lässt den Kater herein, dann tut sie das durch diese Tür, von der man vom Schlafzimmer aus auf die Terrasse gehen kann.

So also auch vor ein paar Tagen. Eigentlich schien erst einmal alles wie immer zu sein. Doch der Kater brachte Frauchen mal wieder ein Geschenk mit. Er trug im Maul noch eine sehr lebendige Maus, die er ihr als verspätetes Weihnachtsgeschenk präsentieren wollte. Doch ich war auch sehr an der Maus interessiert und stürzte auf den Kater zu, der vor Schreck die Maus entwischen ließ. Bevor unser Frauchen überhaupt kapiert hatte, was abging, war die Maus schon hinter dem Kleiderschrank verschwunden. Wir hatten das allerdings auch gar nicht richtig mitbekommen und suchten die Maus im Flur, wo sie ja nicht zu finden war. Unser Frauchen stöhnte nur genervt, kroch wieder ins Bett und zog sich einfach die Decke über den Kopf. Verständlich. Es war ja kurz vor Vier Uhr am Morgen.

Beim Frühstück hörte ich dann, wie Frauchen der alten Dame von den Vorkommnissen am frühen Morgen erzählte und meinte: „Irgendwann wird die Maus schon hinterm Schrank vorkommen. Vorausgesetzt, sie verendet nicht darunter, weil sie so verletzt ist. Dann allerdings fängt es bestimmt irgendwann an zu stinken und ich muss doch den drei Meter langen Schrank abbauen, wozu ich absolut keine Lust habe!"

Gegen Abend hatte sich aber die Maus hervorgetraut. Wir bekamen das alle mit und scheuchten sie unter den alten Schrank im Flur. Man stelle sich das so vor. Maus hockt hinter dem hinteren linken Schrankbein und zittert sich fast zu Tode. Vor dem Schrank liegen drei Chows platt und zwei rumänische Streuner rennen aufgeregt um die Szene herum, während die kleinste Bewohnerin des Hauses, die Katze Chula, sich unter den Schrank quetscht und versucht, an die Maus heranzukommen. Der Kater Nicki spricht ihr Mut zu und hält noch maunzend ein paar gute Ratschläge bereit, wie sie am besten die Maus hervorangeln kann, doch es will nicht gelingen.

Da schreitet unser Frauchen ein. Sie scheucht uns Hunde ins Wohnzimmer und sperrt uns dort ein, was uns absolut frustriert hat, denn wir konnten durch die Glasscheibe genau beobachten, was weiter geschah, aber wir konnten nicht mitmischen. So ein Scheiß!

Die beiden Katzen hat Frauchen ins Badezimmer gesperrt. Von dort konnten die allerdings gar nichts mehr mitbekommen. Ätsch! Da waren wir ja fast im Vorteil.

Frauchen kam mit einem Schrubber, einem großen Einweckglas und einem Stück Pappe zurück. Sie öffnete die Haustür. Dann legte sie sich flach auf dem Fußboden und leuchtete mit einer Taschenlampe unter den Schrank und sah wohl die Maus verängstigt hinterm dem Schrankbein hocken. Nun schob sie vorsichtig den Schrubber in die Ecke, in der die Maus hockte, und stocherte damit herum, um die Maus aus ihrem Versteck zu scheuchen, was ihr auch gelang. Die Maus flitzte hervor, raste einmal kopflos quer durch den Flur, doch dann entdeckte sie die geöffnete Haustür und flüchtete ins Freie. SCHADE!

Unser Frauchen erzählte uns später, dass die Maus doch so süß ausgesehen habe. „Eine, kleine hellbraune Maus mit so niedlichen schwarzen Knopfaugen. So eine Viecherl kann man doch nicht fressen", sagte sie zum Kater, der das allerdings ganz anders sieht. Wehe der Maus, wenn die ihm noch einmal vor seine Krallen kommt. Die hat nichts zu lachen. Soviel steht fest.

So. Das wollte ich Euch mal rasch erzählen. Die anderen rufen mich gerade, die toben nämlich schon wieder im Schnee herum. Das mache ich jetzt auch wieder. Hinterher ist das Fell gelüftet und ganz sauber. Frauchen meint, wie würden dann ganz frisch und lecker riechen.

 

Tschüß, bis bald. Eure Jamie

Im Dezember

Ach, was war es in den vergangenen Wochen doch für ein aufregendes Leben für uns alle.

Mein Frauchen hat mich mitgenommen zu einer Ausstellung. Nun weiß ich also auch, was da passiert, und ich muss sagen, dass mich das alles nicht besonders interessiert. Ich brauche das nicht.

Allerdings hat Frauchen den Ausstellungsbesuch mit einem Besuch bei ihrem Bruder und seiner Familie verbunden. Und dort lebt ja der Snorre. Man könnte also sagen, dass unser Frauchen den Bruder und wir den Snorre besucht haben. Er hat uns seinen Garten gezeigt und wie man aus der Wassertonne trinkt. Dabei hatte ich allerdings ein paar Schwierigkeiten, weil ich nicht so hoch gewachsen bin wie dieser Huskymix Snorre. Nuschko machte auf coolen Macker und markierte überall im Garten und die Nachbarn, blieben am Gartenzaun stehen und plauderten mit unserem Frauchen, weil die dort früher gewohnt hat und weil dort damals der Chow-Chow von Frauchens Großvater lebte. Die Leute fühlten sich an frühere Zeiten erinnert, als Nuschko und ich nun so durch den Garten tobten.

Auf der Heimfahrt haben wir dann noch den Higgins besucht. Aber der war eine echte Schlafmütze und hatte keine Lust mit Nuschko zu spielen. Obwohl der sich wirklich anstrengte, um Higgins herum sprang und bellte – doch Higgins wollte einfach nur seine Ruhe haben. Wie langweilig.

Jetzt muss ich noch eine wilde Geschichte erzählen, die ich leider, leider nicht direkt erlebt habe. Sie beruht sozusagen auf Hörensagen, weil ich einerseits die Schreie auch hier im Haus hörte und kräftig mit den anderen Hunden Kommentare bellte, andererseits haben mir Kaiya und Nuschko erzählt, was im Garten passiert ist. Ich bin mir nicht sicher, ob die beiden nicht doch ein wenig übertreiben und mit reinspielt, was die Menschen „Jägerlatein" nennen…

Unser Frauchen telefonierte gemütlich im Sessel hängend mit einer Freundin, da springt sie plötzlich auf, weil sie Kaiya im Garten herumflitzen sieht und gleich darauf merkwürdige Schreie zu hören sind. Wir Hunde, die wir im Haus sind, also ich, Emma und DeeDee, wir bellen wie verrückt. Unser Frauchen schmeißt das Telefon in die Ecke, streift Schuhe über und rennt schreiend raus in den Garten. Dort hat Kaiya sich gerade in unserem Garten ein Reh gegriffen und zerrt an dessen Hinterlauf, um es zu Fall zu bringen (so hat Kaiya mir das jedenfalls erzählt). Das Reh kann sich befreien, bevor unser Frauchen es erreicht, doch in Panik rennt es immer wieder gegen den Maschendrahtzaun und springt nicht hinüber. Nuschko rennt bellend um das Reh herum und ruft immer „Toll, wuff! Lass und Fangen spielen!"

Frauchen schreit und Kaiya greift sich erneut das Reh und beißt sich diesmal am Kopf fest. Unser Frauchen brüllt Kaiya nieder und greift in ihre Schnauze, um sie zu zwingen, endlich das Reh loszulassen. Doch Kaiya versteht unser Frauchen nun wirklich nicht. Sie denkt weiter und sieht das Reh schon als Weihnachtsbraten auf dem festlich gedeckten Tisch liegen. Sie lässt nicht so schnell los, beißt nur noch fester zu. Das Reh schreit.

Frauchen schreit.

Nuschko bellt.

Kaiya kann nicht bellen, weil sie ja das Maul voll hat und immer noch fest zubeißt.

Endlich gelingt es unserem Frauchen doch, Kaiya so hart ins Maul zu greifen, dass die einen Moment den Biss lockert. Das Reh nutzt seine Chance und befreit sich, rappelt sich auf und versucht erneut aus dem Garten zu fliehen. Doch wieder sieht es den Zaun nicht und rennt in Panik immer nur dagegen, während Nuschko um es herumspringt und Fangen spielen will.

Unser Frauchen krallt sich in Kaiyas Fell fest und klemmt sie sich zwischen die Beine, um sie daran zu hindern, sich erneut auf den Festtagsbraten zu stürzen. Kaiya schwankt zwischen Ärger und Verzweiflung hin und her (hat sie mir später berichtet).

Endlich flieht das Reh in den vorderen Teil des Gartens und setzt dort über den Holzzaun und springt weiter in Richtung Feld davon.

Frauchen schleppt die aufgeregte Kaiya ins Haus. Nuschko folgt freiwillig und springt aufgeregt um alle herum.

Danach waren wir noch für Stunden aufgedreht und Kaiya hat uns immer wieder von ihrem tollen Jagdabenteuer erzählt. Jedes Mal schmückt sie die Geschichte jetzt mehr aus und irgendwann hat sie bestimmt einen Elch im Garten erlegt, wenn sie so weiter herum spinnt. Das meine ich damit, wenn ich sage, dass ich schon gar nicht mehr genau weiß, ob das nicht doch alles Jägerlatein ist, was Kaiya und Nuschko da so von sich geben.

Übrigens – unser Frauchen hat auf den Schreck erst einmal ein paar Bachblüten genommen und dann sicherheitshalber einen doppelten Grappa hinterher gekippt.

Wir bekamen nur Bachblüten. Bäääh.

Am vergangenen Sonntag stöhnte unser Frauchen beim Blick aus dem Fenster: „Ich glaube das nicht!" Und dann sagte sie der alten Dame, dass schon wieder ein Reh im Garten stünde und das Fallobst fräße. Frauchen hat dann die Gartenklamotten angezogen und die Schubkarre aus der Garage geholt. Wir haben ihr dabei geholfen, das Obst einzusammeln und sie hat es dann in den vorderen Teil des Gartens zum Kompost gefahren.

Unser Frauchen kontrolliert jetzt vom Fenster aus den Garten, bevor sie uns raus lässt. Außerdem hängt Schafwolle im Knick am Zaun und es baumeln alte CD’s in den Büschen.

Also irgendetwas war im Busche. Es war ein Reh. Oder zwei. Soviel ist mal klar. Es kann nicht nur Jägerlatein sein, oder?

Und was gibt es nun an Weihnachten zu fressen?

Unsere Futtertante von ARAS hat uns leckere Dosen „Gans mit Kartoffeln" geliefert. Es gibt keinen Rehbraten. Jedenfalls nicht für uns Hunde. Mal sehen, wie das mit unserem Jagdglück im neuen Jahr wird…

Frohe Weihnachten wünscht Euch, Eure Jamie.

PS. Schaut mal in den Garten. Vielleicht steht dort ja ein Reh und nascht Fallobst. Sagt uns rasch Bescheid. Wir kommen sofort…

Modelfoto

Ende November

Hallo, liebe Freunde, was war bei Euch so los im vergangenen November? Wir hatten Glück, wie unser Frauchen sagt, weil es bei uns noch nicht geschneit hat. Aber es war ein paar Tage lang schon sehr kalt und es lag Raureif auf dem Gras. Wisst ihr eigentlich, wie toll man dann als Hund draußen herumtoben und sich im kühlen feuchten Gras wälzen kann? Das ist Wellness pur und sogar gratis.

Meine vierbeinigen Chow-Mitbewohner waren wieder on tour und haben sich ausstellen lassen. Sogar recht erfolgreich. Das bringt jedes Mal richtig Unruhe ins Haus, wenn Frauchen am frühen Morgen mit Nuschko und Kaiya losfährt und sie vorher alles zusammenpackt und an den Homesitter und an die alte Dame Instruktionen weitergibt. Na ja, irgendwann wird das dann auch Routine, oder?

Meine vierbeinigen Chow-Mitbewohner waren wieder on tour und haben sich ausstellen lassen.

Die vergangenen zwei Wochen waren voller Sorge um die Katze unserer alten Dame, die selbst eine alte Dame ist. Sie magerte ab, fraß nicht mehr und hatte Fieber. Sie wurde mit Medikamenten versorgt und mit einer Spritze gefüttert, in der sich verdünnte Aufbaukost befand. Obwohl die Katze Josie sonst den Spitznamen „Ausgeburt der Hölle" trägt und das, so könnt ihr mir glauben, zu Recht, war sie nun ganz friedlich und ließ sich umsorgen und betüddeln. Jetzt scheint sie auf dem Weg der Besserung zu sein und bei Frauchen und der alten Dame tritt wieder etwas Entspannung ein.
Josie war krank.

Unser Neuzugang, die Katze Chula, ist noch ein richtiger Rüpel und ihren Temperamentsausbrüchen fallen regelmäßig Gegenstände zum Opfer. Erst gestern hat sie einen schweren Glaskrug zerdeppert, der im hohen Bogen durch die Küche flog und in 2.321 Teile zerbarst. Was für eine Show! Frauchen zeterte und fuchtelte mit Kehrblech und Staubsauger herum und warf uns alle aus der Küche, damit wir uns bloß nicht die Pfoten verletzten. Chula saß ganz unbeteiligt auf dem Küchenschrank und putzte sich. Sie tat so, als ginge sie das alles gar nichts an und als wisse sie überhaupt nicht, wie es zu diesem Zwischenfall gekommen war??????

Aber sonst ist sie ganz süüüüß, sagt unser Frauchen.

Chula guckt übrigens gern fern, am liebsten Tiersendungen. Dann versucht sie in den Fernseher hinein zu steigen oder sie schaut dahinter, ob sie von dort irgendwie an die Beute herankommen kann. Es sollte ihr mal irgendjemand sagen, dass das Geschehen sozusagen virtuell ist. Katzen sind doch ein bisschen doof, oder?

Chula guckt fern.

Vor Nuschko ist kein Lesestoff sicher. Kürzlich klaute er sich ein nagelneues Buch von Frauchens Nachttisch. Darin waren verschiedene Tiergeschichten zu lesen und die alte Dame, die sie zuerst las, hatte gemeint, so toll wären die auch nicht. Sie war davon enttäuscht. Ob nun Nuschko unserem Frauchen die Enttäuschung ersparen wollte oder ob er einfach über den Buchinhalt so entrüstet war, das entzieht sich meiner Kenntnis, jedenfalls nahm er sich die Lektüre vom Nachttisch, las sie oder auch nicht, und zerbiss danach ärgerlich-lustvoll den Einband und die ersten zwei Geschichten. Ich glaube, Nuschko strebt eine Karriere als Literaturkritiker an und übt schon mal.

Nuschko im Gespräch mit Deutschlands Literaturpapst

Danach dachte er über eine zweite Karriere als Küchenhilfe nach und versuchte sich im Umgang mit dem Schneebesen. Er ist wirklich ein vielseitig talentiertes Bürschchen.

So. Nun will ich helfen, die Weihnachtsdeko anzubringen. Frauchen kramt schon seit einer Stunde in den verschiedenen Kästen und Kisten nach Lichterketten und anderem Schmuck. Das darf ich mir auf keinen Fall entgehen lassen, bevor hier wieder etwas davon den beiden Zerstörern Nuschko und Chula zum Opfer fällt. Ich will vorher einmal alles im Originalzustand begutachten und beschnüffeln.

Tschüß, bis bald. Eure Jamie.

Nuschko übt den Umgang mit Küchengeräten

Ende Oktober

Kaiya und Frauchen waren in Dänemark

Kaiya und Frauchen waren in Dänemark und zumindest unser Frauchen hoffte wohl, dass der dänische Lover, den sie für Kaiya ausgesucht hatte, auch Gefallen an unserer cremefarbenen Schönheit finden würde. Aber es kam, wie es eigentlich kommen musste. Die beiden waren nicht die Bohne aneinander interessiert. Das mit den zusammengeführten Paaren, das mag ja noch in Indien funktionieren – aber in Dänisch-Deutschland eben nicht.

Der dänische Lover: Ba-Tong`s Kublai

Nun genießen wir alle wieder unsere unbeschwerte Jugend, müssen keine Rücksichten auf irgendwelche ominösen gesundheitlichen Befindlichkeiten nehmen, können fressen, worauf wir Appetit haben und trösten unser Frauchen mit vielen Schmuseeinheiten über die Enttäuschung hinweg.

Die schreibt gerade an einem neuen Buch, in dem es in erster Linie um einen Chow-Chow-Rüden geht und um die Liebe. So lenkt sie sich selbst ab, und ich komme wieder so gut wie gar nicht an ihren Schreibtisch und den Computer heran.

Wenn Frauchen gut mit dem Manuskript vorankommt, dann hat sie besonders gute Laune und geht in den Pausen lange mit uns spazieren. Ich glaube aber auch, dass es damit zu tun hat, dass sie etwas Sensationelles für die Figur entdeckt hat und immer schlanker wird. Sie springt beschwingt herum und verbreitet gut Laune. Na ja, soll sie ruhig, solange sie uns nicht dieses Superzeugs ins Futter mischt. Ich finde nämlich, dass wir alle top aussehen und deswegen fahren meine beiden Hausgenossen in den nächsten Wochen auch wieder auf Ausstellungen und ich hüte das Haus und sorge für Ordnung. Sonst werden die Katzen glatt zu übermütig.

Tschüß, bis bald. Eure Jamie

Anfang Oktober

Nuschko und Jamie

Hallo Freunde, hier schreibt mal wieder Eure Jamie.

Mein Frauchen hat mich in ihr Büro eingesperrt, damit ich mal ein paar Minuten Ruhe vor meinem Freund Nuschko habe. Der liegt jetzt jammernd vor der Bürotür und bettelt, dass ihn irgendjemand wieder zu mir lässt. Wenn sich jetzt jemand fragt, was hier los ist, dann kann ich nur sagen: Ein Stalker ist nichts gegen Nuschko. Denn ich bin läufig und in diesen Tagen gerade ganz besonders lecker für jeden Rüden.

Im Frühjahr war Nuschko noch nicht so penetrant. Da war ich auch läufig, aber es hat ihn nicht weiter interessiert. Doch jetzt dreht er voll auf, komponiert ständig neue Minnelieder für mich und besingt meine Schönheit. Nachts trägt er Frauchen und mir dann seine neuesten lyrischen Schöpfungen in Gedichtform vor. Er hechelt und jappst wie ein alter Tattergreis, so dass ihm das Wasser ständig zum Maul heraus tropft, ganz so, als wäre er der böse Wolf und ich eins der sieben Geißlein. Na ja, ich weiß schließlich über die Symbolik in Märchen Bescheid. Wir leben hier schließlich in einem Schriftstellerinnenhaushalt, das geht auch an uns vierbeinigen Hausgenossen nicht ganz spurlos vorbei. Ich weiß daher ganz genau, was mein Freund Nuschko im Sinn hat und was ihn bewegt.

Und heute, also gerade heute, da wäre ich, glaube ich, bereit gewesen, ihn zu erhören. Er hat etwas Rührendes, wenn er so um mich herumtänzelt, meine Ohren leckt, mich in die Flanken zwickt und danach ungeschickt versucht, mich zu besteigen. Ich komme mir dabei erfahren und weise vor. Dabei, psst, nicht weitersagen, ich habe gar keine Erfahrung. Aber das muss ich ihm ja nicht auf seine dicke Nase binden, oder?

Ach, es ist aber alles umsonst, weil unser Frauchen bestimmt hat, dass es nicht sein soll. ES. Ihr wisst schon. E S eben.

Nuschko und Jamie

Seit einigen Tagen ist auch Kaiya heiß und trägt, wie ich auch, ihr Höschen. Aber Kaiya ist derzeit noch uninteressant für Nuschko. Ich glaube auch, dass Kaiya an den richtig leckeren Tagen gar nicht zuhause sein wird, weil unser Frauchen für sie einen Liebhaber gesucht hat. Tja, und Nuschko wird wieder in die Röhre gucken und ich auch. Schöne Bescherung. Aber wenn es später Welpen gibt und man mal eine Gouvernante brauchen wird oder einen „guten Onkel", der auf die Kleinen aufpasst, ja dann wird man sich an uns erinnern. Das weiß ich schon heute genau. Aber da hat sich unser Frauchen verrechnet. Es könnte nämlich sein, dass ich dann keine Zeit haben werde, um auf vorwitzige Welpen aufzupassen. Das können dann Frauchen und Kaiya auch mal schön alleine erledigen. So. Ätsch. Das haben sie dann davon.

Hey, hört ihr das? Nuschko kratzt an der Tür und Frauchen kommt, um uns mal wieder auszutauschen. Das heißt, dass Nuschko ins Büro gesperrt wird und ich darf mal wieder im Haus herumlaufen. Ich schreibe später weiter…Nuschko ist dafür nicht in Stimmung. Der hat anderes im Sinn…"Männer" würde Frauchen jetzt sagen. Aber ich sage nur „Rüden"…

Tschüß, bis bald. Eure Jamie

Anfang September

Chula

Wieder ist ein Monat vergangen, in dem ich keine Zeit fand, um mit meinen Pfoten Frauchens Computer zu massieren. Endlich ist wieder Zeit, und ich kann ein paar Sätze zu den vergangen Wochen schreiben.

Alsoooooo… ich hatte es ja schon befürchtet: es gibt eine weitere Katze in unserem Haus. Ihr Name ist „Chula", sprich Tschula, was auf Spanisch „Zicke" heißt. Den Namen gab man ihr auf der Pflegestelle in Spanien, weil sie immer brummelte, wenn eine weitere Katze mit ihr vergesellschaftet wurde. Unser Frauchen meint, dass dies eigentlich kein passender Name für diese Katze ist, weil sie überhaupt nicht zickig auf uns Hunde und die anderen beiden Katzen reagiert hat. Und damit liegt Frauchen richtig. Ich persönlich fand Chula gleich cool und habe sie erst einmal mehrere Tage quer durch die Bude gescheucht. Hej, das hat uns beiden Spaß gemacht. Manchmal hat sich Kaiya angeschlossen und, oh Wunder, ab und zu kam sogar Nuschko in Wallung und machte mit. Das brachte nun unser Frauchen auf die Idee zu testen, ob man mit Chula ebenso gut Versteck spielen kann, wie das mit ihrer allerersten Katze möglich war. Also entweder ist diese hier ein Naturtalent oder aber die Reinkarnation der damaligen Katze (die hieß Melly und hatte unser Frauchen voll im Griff, wie man hört). Jedenfalls ist unser Frauchen begeistert, dass es tatsächlich möglich ist, mit Chula Verstecken zu spielen. Ich sage Euch, es sieht total komisch aus, wenn unser Frauchen sich vor Chula versteckt und die ihr dann nachspürt und sie mit Maunzen in einer Ecke des Hauses aufspürt. Ich möchte an dieser Stelle lieber nicht mehr sagen. Vorsichtshalber. Sonst wird mir von Frauchen noch die Futterration zur Strafe gekürzt.

Jamie und Kaiya haben die neue Katze Chula hinter den Karton gescheucht

Dann kam Lena zu Besuch. Lena ist eine fünfjährige Irish-Terrier-Hündin, deren Benimm ein wenig zu wünschen übrig lässt. Sie fühlte sich bei uns gleich wie zu Hause und versuchte uns alle zu dominieren. Eigentlich bin ich ja die Chefin im Haus, aber meine gute Erziehung verbot es mir, einem Gast die Leviten zu lesen. Also habe ich mich mal diskret verzogen und alles aus sicherem Abstand beäugt. Eigentlich waren wir alle, also wir Hunde im Rudel, not amused und hoffen, dass Lena sich beim nächsten Besuch etwas wohlerzogener uns gegenüber aufführt. Mit Menschen ist sie ja ausgesprochen freundlich und umgänglich. Und mein Frauchen und ihre Freundin Susanna hoffen sehr, dass es nächstes Mal etwas entspannter abläuft. Ich bin diesbezüglich zuversichtlich bis optimistisch gestimmt, weil unser Frauchen echt gut ist, wenn es daran geht, fremde Hunde einander näherzubringen.

Ich habe ja gesagt, dass ich mir auch einmal eine Ausstellung anschauen möchte. Und deswegen hat mich Frauchen zur Landesgruppenausstellung mitgenommen. Na ja, das Wetter hätte gern besser sein dürfen. Es hat nur gegossen und ich habe es mir im Zelt unter einem der Tische gemütlich gemacht und mich still verhalten, damit bloß niemand auf die Idee kommt und mich in den Regen rausschleppt. Kaiya und Nuschko sind im Ring vorgeführt worden und wenn ich ehrlich bin, geht mir das total am Höschen vorbei, wenn ich das mal so sagen darf. Ich weiß wirklich nicht, was daran so toll ist, sich begrabbeln zu lassen und hin- und her zu laufen, während alle einen anstarren. Also echt nicht. Ich finde das voyeuristisch. Aber mich fragt hier wieder keiner. Und vorsichtshalber werde ich mich nicht laut äußern. Frauchen nennt mich „Frau Chef" und diese Funktion im Rudel (o.k ich bin Vize-Direktorin nach Frauchen) reicht mir vollkommen zum Glücklichsein.

Eine traurige Nachricht gibt es noch zu melden. Jenni, die kleine Westiehündin unserer „Futtertante" ist gestorben. Sie war fast dreizehn Jahre alt und am Schluss sehr krank. Und weil sie keine Aufregung mehr vertrug, hatte sie uns seit Frühjahr auch nicht mehr besucht, wenn ihr Frauchen unser Futter anlieferte. Dass es Jenni nicht gut ging, das habe ich aber gehört, als mein Frauchen mit unserer „Futtertante" am Küchentisch saß und mit ernster Stimme gemeinsam mit der Freundin beriet, wie man Jenni liebevoll begleiten könne, wenn sie über die Regenbogenbrücke geht. Jennis Frauchen hat sie nach ihrem Tod noch am gleichen Tag zum „Rosengarten" gefahren und ist spät am Abend von dort mit Jennis Asche in einer herzförmigen Urne wieder nach Hause gefahren. Sie hat unserem Frauchen und uns zur Erinnerung an Jenni ein Foto geschenkt und auch ein Foto von dem Platz, an dem die Urne jetzt bei unserer „Futtertante" im Wohnzimmer steht. Das sieht ganz toll aus und wenn Jenni das vom Hundehimmel aus sehen kann, dann wird ihr das bestimmt gefallen. Ihr Frauchen hat ihr auch noch einen liebevollen Abschiedsbrief geschrieben, in dem sie sich bei Jenni bedankt. Den hat uns unser Frauchen vorgelesen, obwohl sie meinte, dass wir das nicht so ganz verstünden. Hallo?! Einen Satz habe ich mir gemerkt. Da steht nämlich im Abschiedsbrief an Jenni:

Die Erinnerung ist ein Fenster, durch das ich Dich sehen kann, wann immer ich will.

Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Auch wenn bei uns im Haus viele Fotos von verstorbenen Wegbegleitern, zwei- und vierbeinigen zu sehen sind, braucht es diese Fotos nicht unbedingt, solange die Erinnerungen an sie im Herzen getragen werden. Die Energien der Freunde begleiten uns, solange wir leben und uns erinnern.

Tschüß, bis bald. Eure Jamie.

 

Jennis Urne

Anfang Juli

Kaiya besucht ihre Freundinnen die Kühe

Vor einigen Tagen hat unser Frauchen sich in den kühleren Abendstunden mit uns noch zu einem Spaziergang aufgeschwungen. Sie hat Kaiya versprochen, dass wir zu der Weide gehen werden, auf der fünf Kühe stehen. Mit einer von denen hat sich Kaiya ganz besonders angefreundet. Die Kuh kommt immer gleich zum Stacheldrahtzaun gelaufen, wenn Kaiya mit uns dort steht und wartet. So geschah es auch an diesem Abend.

Ich finde es ausgesprochen übertrieben, wie sich meine Zwingergenossin mit dieser Kuh via Bussi begrüßt. So etwas Bescheuertes machen doch nur Menschen. Oder Katzen. Die begrüßen sich ja auch mit zärtlichen Nase-an-Nase-Stupsen. Wie auch immer – Kaiya lässt sich die Begeisterung für diese Angeliter Kuh nicht nehmen und die beiden begrüßen sich zärtlich mit Nasenstübern oder Lecken. Bäääh, ich darf mir nicht vorstellen, dass mich so eine riesige, schlabbrige Kuhzunge ableckt. Brrr, wie eklig.

Kaiya mag das. Was sagt das über sie aus???

Bäää, ich darf mir nicht vorstellen, dass mich so eine schlabbrige Kuhzunge ableckt. Brrr, wie eklig.

Wir stehen da also und warten darauf, dass Kaiya endlich bereit ist mit uns weiter zu gehen, da muht eine der anderen Kühe hinten auf der Wiese, und erst da haben wir bemerkt, dass diese Kuh vor kurzem ein Kälbchen geboren hatte, das nun immer wieder erfolglos versuchte sich aufzustellen. Die Kuhtanten liefen eilig zu ihm hin. Wahrscheinlich muhten sie dem Kälbchen Mut zu, damit es endlich die Kraft fand, um auf den eigenen Beinchen zu stehen. Wir blieben still am Zaun und beobachteten eine ganze Weile das Treiben auf der Weide. Schließlich hatte das Kälbchen es geschafft und stand zum ersten Mal auf den eigenen Beinen. Das war ein Erlebnis. Frauchen war ganz happy, weil sie die Kamera dabei hatte und Fotos machen konnte. Was für ein Glück! (Frauchen sagte uns aber auch, dass das Kälbchen Pech hat. Es ist ein kleines Bullenkälbchen und wird gewiss nicht so alt werden, wie die Mutter und die Tanten).

Da haben wir drei Chow-Chows es entschieden besser im Leben getroffen.

Diese Kuh hat vor kurzem ein Kälbchen geboren.

Nuschko hat sich als ausgesprochen belesen erwiesen. Er ist ein wissbegierig und schleppt ständig die Zeitschriften, die Frauchen ausgelesen und in den Papierkorb geworfen hat, ab. Manchmal klaut er die Zeitungen auch vom Sofa und trägt sie in seinen Korb. Dort blättert er sie dann durch und holt sich schon bald darauf die nächste Zeitschrift. Dabei trägt er den Kopf stets hoch und seine breite Nase noch höher. Das hat ihm den Titel „Graf Nuschko" eingebracht, weil er dabei ein bißchen eingebildet wirkt, sagt unser Frauchen. Jetzt haben wir mit Nuschko die dritte Leseratte im Haus. Unser Frauchen plündert ja auch immer die Buchläden und „die alte Dame" hat ständig ein Buch vor der Nase. Bislang beschränkt sich Nuschko ja noch auf Zeitschriften, aber ich habe gehört, wie Frauchen am Telefon zu ihrer Freundin sagte: „Ich warte ja bloß darauf, dass er sich „Krieg und Frieden" aus dem Bücherregal zieht."

Eins ist so sicher wie unsere Banane zum Frühstück: Kaiya und ich, wir werden gar nicht erst mit dem Lesen anfangen. Obwohl ich mir schon vorstellen kann, dass in der „dogs" viel Interessantes über uns Hunde steht. Und die vielen Hundebücher, die es hier im Haus gibt… na, vielleicht schau ich gelegentlich doch mal in eins rein. Frauchen meint ja immer, der Trend ginge zum Zweitbuch und zum Dritthund und die meisten Menschen hätten sie noch lange nicht eingeholt.

Tschüß, bis bald. Eure Jamie

Nuschko mit der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "dogs".

Anfang Juni

Frauchen hat mich lange nicht mehr an den Schreibtisch gelassen, daher habt Ihr wieder warten müssen, bis ich endlich mal berichten kann, was sich bei uns in den vergangenen Wochen getan hat.

Jamie schreibt:

Wie ich ja schon im Frühjahr geschrieben hatte, ging es bereits damals der alten Katzendame Zoe nicht gut. Und am vergangenen Freitag musste unser Frauchen ganz plötzlich mit ihr zum Tierarzt fahren. Wir ahnten nichts Gutes. Danach haben wir Zoe gar nicht mehr gesehen, weil Frauchen sie gleich mit der Hilfe eines netten Nachbarn im Garten begraben hat. Sie liegt unter dem Pflaumenbaum, gleich neben ihren Freunden Omar, Bao und Gonzo und Frauchen meinte am Telefon zu ihrer Freundin, dass eine Ära zu Ende gegangen sei. Ich weiß zwar nicht so genau was eine „Ära" ist. Aber ich glaube, dass sie damit meint, dass die vierbeinigen Freunde, die sie seit 1993 begleitet haben, nun alle über die Regenbogenbrücke gegangen sind. Und weil Frauchen in den vergangenen drei Jahren auch einige Freundinnen und enge Verwandte verloren hat, macht sie das manchmal sehr traurig und dann weint sie, wenn sie im Wald mit uns spazieren geht.

Zoe

Also das verstehe ich natürlich gar nicht, weil es dort doch so viele spannende Gerüche gibt. Es laufen da nämlich viele Rehe herum und sogar Damhirsche. Da lacht doch das Hundeherz und unser Jagdeifer ist geweckt. Frauchen kann nur blöderweise nicht besonders gut riechen. Jedenfalls nicht so gut wie wir Hunde.

Meine beiden Wohnungsgefährten Nuschko und Kaiya werden jetzt hoffentlich nicht eingebildet. Die beiden waren nämlich in Neumünster auf der Hunde-ausstellung. Dafür hat Frauchen mit ihnen geübt und ist sogar mit Kaiya nach Dänemark zum Ringtraining gefahren. Eigentlich bin ich ganz froh darüber, dass dieser ganze Zauber mit mir nicht gemacht wird. Andererseits wüsste ich schon gern, wie das auf einer Hundeausstellung so ist. Kaiya meinte ja, dass es ziemlich aufregend gewesen sei und ich echt was verpasst hätte. Na, will ich ihr mal glauben. Sie behauptet „vorzüglich zwei" gewesen zu sein. Jetzt spinnt die total, glaube ich. Was soll das denn sein? Vorzüglich ist unser leckeres Futter, das wir morgens und abends bekommen.


Kaiya war in Neumünster auf der Hundeausstellung.

Und Nuschko war „vielversprechend". Genau so ein eigenartiges Wort. Ich fand mal, dass eine Tomate vielversprechend aussah, und als ich da hinein gebissen habe, war die total eklig und ich spuckte die gleich wieder aus dem Maul. Und zwar im hohen Bogen. Aber hallo!

Also auf jeden Fall scheint „Hundeausstellung" etwas mit Fressen zu tun zu haben, weil – siehe oben – „vorzüglich" und „vielversprechend". Darum werde ich beim nächsten Mal mitfahren, um mir das mal aus der Nähe anzusehen. Wenn es Futter gibt, darf ich doch nicht fehlen.

 

Nuschko war viel versprechend

Im Augenblick ist es so warm draußen, dass wir nur morgens und abends in den Garten gehen. Auch unsere Spaziergänge finden quasi vor dem Aufstehen und kurz vor dem Schlafengehen statt. Dazwischen liegen wir im Haus auf den kühlen Fliesen im Weg herum und die alte Dame muss mit ihrem Gehwagen um uns herumzirkeln. Der einzige, der immer noch herumwuselt, das ist Nuschko. Er folgt unserem Frauchen auf Schritt und Tritt. Was momentan besonders witzig aussieht, weil er Handtuch um den Hals trägt. Er sabbert sich beim Wassersaufen ein und setzt die halbe Küche dabei unter Wasser. Damit er nicht immer so nass am Hals ist, bindet Frauchen ihm jetzt ein altes Handtuch um. Handtuch steht ihm, er sollte ab sofort öfter Handtuch tragen. Hi Hi Hi!

Gestern habe ich gehört, wie unser Frauchen am Telefon einer Freundin erzählt hat, dass bald wieder eine Katze ins Haus kommen wird. Die packt gerade in Spanien ihren Koffer und kommt über die gleiche Vermittlungsstelle ( www.katzenhilfe-samtpfötchen.com ) wie damals Nicki. Dann können die beiden, Nicki und die Neue, auf der Fensterbank in der Sonne sitzen und sich über ihre Erlebnisse als Straßenkatze unterhalten. Ich sage Euch: Das kommt mir jetzt schon spanisch vor.

Tschüß, bis bald. Eure Jamie

Nuschko trägt ein Handtuch um den Hals.

März 2008

Kinder, wie die Zeit vergeht! Bei uns ist in den letzten Wochen aber auch sooo viel passiert, dass ich gar nicht zum Schreiben kam.

Das fing schon mal Anfang Februar damit an, dass unser Frauchen eigentlich ja nur ihre Freundin Hanne in Dänemark noch einmal besuchen wollte, bevor Hanne in das neue Haus umziehen würde. Ich hatte ja schon so eine Ahnung, dass mein Frauchen mit ihrer Freundin etwas ausheckte. Und richtig. Da kam sie doch nach drei Tagen aus Dänemark mit einem Chowrüden zurück. Er heißt Dian Shan Never say Never, und wir nennen ihnen einfach Nuschko. Er hört auch auf Pluschko und auf Nuschi. Frauchen erfindet ja immer die aberwitzigsten Namen.

Ich hörte, wie sie am Telefon ihrer Freundin erzählte, dass sie am meisten Angst davor gehabt habe, wie sich unser Kater Nicki verhalten würde, wenn er Nuschko entdeckte. Aber Nuschko schwebte in unser Haus ganz so als würde er hier schon immer wohnen und guckte den Kater nicht einmal mit seinem Wuschelpo an. Alles blieb friedlich. Es gab nicht den kleinsten Streit. Wenn ich nur noch daran denke, wie Nicki die arme Fee angefaucht und gekratzt hat. Ich glaube, dass er jetzt Chow Chows einfach lieber mag als andere Hunde. Denn als Frauchens Freundin Susanna kürzlich mit ihrem Neuzugang, einer Irishterrierhündin mit Namen Helena zu Besuch kam, ließ er mal wieder seine wilde Seite sehen, knurrte wie in Hund und fauchte sich die Seele aus dem Leib. Wahrscheinlich glaubt er, dass sonst sein Image als Machokater leidet.

 

So. Nun schwebt also Nuschko durch unser Haus. Er ist ein Mamakind und Frauchens Schatten. Die macht jetzt neuerdings die Badezimmertür zu, damit sie mal fünf Minuten Ruhe vor Nuschko hat, der sonst wieder unweigerlich zu ihren Füßen liegt und sie anhimmelt. Männer! Sag ich da nur. Nuschko ist aber nicht so ein Quirl wie der kleine Chowie aus Rendsburg, den wir Anfang des Jahres besuchten. Ich glaube, dass ich für so einen auch nicht die Ruhe aufbrächte, die ich mir für Nuschko nehme. Es ist schon in Ordnung, dass er meine Ohren lutscht und an meinen Lefzen leckt. Wenn es mir zu bunt wird, stehe ich auf und lege mich so, dass er nicht an mich herankommt. Dann versucht er natürlich sofort bei Kaiya zu landen. Die hat damit aber gar nichts im Sinn und flüchtet vor ihm durch alle Zimmer. Na gut, scheint er sich zu denken, dann knöpfe ich mir die Rumäninnen vor. Meistens lässt sich dann Emma dazu herab, ihm ihr Ohr zu leihen. Aber immer nur eins zur Zeit. Das wird dann nass geleckt und durchgekaut, bis es auch ihr zu viel wird. Und Nuschko von ihr weggeknurrt wird.

Nuschko hat leider keine besonders guten Fressmanieren. Wenn er säuft, flutet er dabei die Küche. Wenn er frisst, dann klebt hinterher immer alles in seinem Felllätzchen. Ätsch!  Das hat er nun davon. Weil er sich immer so schnuddelig beim Fressen benimmt, landet er mindestens zweimal in der Woche in der Dusche, wo sein Lätzchen ausgewaschen wird. Aber ich befürchte fast, dass ihm das auch noch Spaß macht. Denn er hält immer still und benimmt sie hierbei sehr wohlerzogen.

Aber irgendwie verstehen wir uns alle.

Selbst der alte Shi Tzu kam in seinen letzten Wochen einigermaßen mit Nuschko zurecht. Obwohl er ihm natürlich ein paar knurrende und keifende Lektionen erteilte, die Nuschko nicht so ganz ernst nahm, was den alten Shi Tzu tierisch aufregte.

Nuschko flutet beim Saufen wieder die Küche.

Traurige Nachricht. Er lebt nicht mehr. Es ging ihm zunehmend schlechter. Die Tumore wuchsen und er magerte immer mehr ab, obwohl er ständig Hunger hatte und fraß. Die letzten Tage schlief er viel und kümmerte sich gar nicht mehr um uns.

Und dann kam Frauchens Freundin Sonja. Wir mussten alle in den Garten, damit Bao, der alte Shi Tzu, auf dem Sofa in aller Ruhe die Reise in den Hundehimmel antreten konnte.

Danach legten die beiden Frauen ihn in sein blaues Körbchen und taten seine zwei Lieblingsspielzeuge dazu. Das Körbchen stand im Flur. Und nun durften wir alle wieder ins Haus, um Abschied zu nehmen.

Ich habe mich anfangs nicht weiter gekümmert, aber Kaiya ist sofort schnaubend zu Baos Körbchen hin, hat alles ganz genau beschnüffelt, ist kurz in die Küche gelaufen und hat dann noch einmal den alten Freund in seinem Korb abgeschnüffelt. Dann lief sie zum Sofa und hat lange dort gerochen, wo Bao gelegen hat.

Ich brauchte nicht an den Korb zu gehen. Wir haben alle gewusst und gespürt, dass der kleine Kämpfer müde war und seine Zeit ablief.

Frauchen meint, dass Bao jetzt neben Omar im Hundehimmel auf der großen Wiese spielt. Diese Vorstellung ist schön und tröstlich für sie. Uns ist das eigentlich egal.

Frauchen schimpft morgens oft noch leise vor sich hin, weil sie wieder eine Futterschüssel mehr gefüllt hat, die jetzt nicht mehr gebraucht wird. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.

 

Mit Sorge betrachten wir alle die kleine, fünfzehnjährige Katze Zoe, der es auch nicht mehr gut geht. Ich habe gehört, wie Frauchen zu ihrer Tierarztfreundin meinte, dass sie Zoe wohl auch bald hergeben müsse.

Bao

Kaiya war in der Hundeschule und hat uns stolz erzählt, dass sie sich am zweiten Tag sogar getraut hat, durch einen dunklen, knisternden Tunnel zu laufen. Dabei sind ihr solche Sachen eigentlich immer unheimlich. Die wird wohl noch richtig mutig, was?   
Wer hätte das gedacht? Dabei ist sie sonst doch so zurückhaltend und extrem vorsichtig und bellt aber andererseits sofort, wenn draußen im Garten, ein Käfer hustet.
 

 

Kaiya

Lasst mich mal rasch überlegen, ob ich auch nichts vergessen habe, was ich hier berichten wollte…nöö, ich glaube, das war alles für heute. Ich werde Frauchen bitten, noch ein paar Fotos einzustellen. Ein bisschen was muss sie ja schließlich auch für diese Seite tun, oder was meint Ihr?

Tschüß, bis bald. Eure Jamie
Jamie

Januar 2008

Hallo miteinander,

 

endlich kann ich mal wieder an den Computer und Euch rasch ein paar Zeilen schreiben. Weil Frauchen in den vergangenen Monaten für ihren neuen Job so viel arbeiten musste, durfte ich mit meinen dicken Pfoten nicht an die Tastatur, damit ich bloß nichts lösche und so. Dabei kann ich doch schon gut schreiben. Das habe ich wohl in den Monaten davor bewiesen, oder?

Jetzt will ich mal rasch eine kurze Zusammenfassung bringen, damit jeder weiß, was hier bei uns im Norden so los ist:

Unserem alten Chef, dem Shi Tzu, geht es nicht so gut und Frauchen fährt zweimal wöchentlich mit ihm zu ihrer Freundin. Die ist Tierärztin. Da bekommt der Shi Tzu dann eine Spritze und dann geht es ihm immerhin so gut, dass er uns alle wieder zusammenpfeift, wie das nun mal seine Art ist. Der wird mit uns wohl noch mit seinem letzten Atemzug meckern. Und wir werden ihm gehorchen. Damit kommen wir schon klar. Wenn der das so braucht...

Heute feiert Kaiya ihren ersten Geburtstag und hat uns zu einer Runde Kauknochen eingeladen. Das war für den Anfang schon ganz nett, aber ich hoffe doch sehr, dass es nicht alles gewesen ist. Sonst muss Frauchen noch eine Lage schmeißen. Wir sind ja genügsam und weil ich persönlich Leckerchen nicht so gut vertrage, gibt es bei uns zwischendurch frisches Gemüse und Obst. Am liebsten mögen wir ja Bananen, Apfel, Paprika (aber nur die rote) und Möhren. Frische Salatgurke ist auch sehr erfrischend und die „alte Dame“ (Frauchens Mutti) lässt uns meistens ihren Joghurtbecher auslecken. Dabei wird immer streng die Rangfolge im Rudel eingehalten, damit wir uns nicht streiten.

Unser alter Freund Gordon, der Golden Retriever, der uns oft besuchen kam, ist im November gestorben. L Jetzt hat sein Frauchen eine Podencomischlingshündin aus Spanien geholt. Sie heißt Fee und ist witzig. Nur unser Kater, der Nicki, der mag Fee nicht besonders leiden und hat ihr gleich bei ihrem ersten Besuch eine deftige Schramme verpasst. Da Nicki auch aus Spanien kommt, hatte er vielleicht die Befürchtung, dass die Fee ihn von seinem Platz verdrängen will. Aber das stimmt natürlich nicht und Frauchen meint, dass die beiden sich beim nächsten Besuch bestimmt besser verstehen werden. Nötigenfalls wirft Frauchen wieder mit Büchern und Sofakisten. Das hilft meistens, meint sie.

Wir haben mit dem Kater ja auch ein fröhliches Spiel, denn wir jagen ihn jeden Morgen, bis er mit einem Satz über den Gartenzaun springt. Und dann lauern wir ihm noch einmal auf, wenn er von seinem Spaziergang zurückkehrt. Wir spielen mit ihm „Räuber und Gendarm“ und zwar  mit wechselnder Besetzung. Denn manchmal scheucht uns auch Nicki-Killmauski und droht mit seinem spitzen Krallen. Frauchen steht dann kopfschüttelnd am Fenster und sagt immer, dass wir ganz schön bekloppt wären. Aber uns macht es Spaß.

Martina mit Fe

Gestern haben wir einen kleinen Rüden besucht, der, genau wie wir, bei Hanne in Dänemark geboren worden ist und jetzt ganz in unserer Nähe wohnt. Liebe Güte, was ist der für ein Wirbelwind. Da sind wir zwei Mädchen doch schon viel erwachsener und ruhiger und wir waren anfangs ganz schön genervt. Da der Racker aber keine Ruhe gegeben hat, sind wir dann doch mit ihm in seinem Garten herumgetobt bis zum Umfallen und fanden es lustig. Später haben wir dann zuhause den Schlaf der Gerechten gepennt. Eins weiß ich jetzt: Kinder sind ganz schön anstrengend. Ich glaube, ich will gar keine Kinder/Welpen haben. Die kosten ja mindestens so viel Nerven wie drei alte Shi Tzus. Ich versteh gar nicht, dass Frauchen immer sagt „lieber noch ein Chow Chow – aber keinen Shi Tzu mehr“. Ich glaube, ich sehe das ganz anders. Aber mich fragt hier ja keiner.

Kinder sind ganz schön anstrengend.

Heute Morgen hat Kater Killmauski in Frauchens Bett gepischt, weil Frauchen verschlafen hat und er keine Lust hatte, auf das Katzenklo zu gehen. Eigentlich lässt sie ihn früh am Morgen raus in den Garten. Und weil sie heute dafür zu müde war, hat er genau neben ihr Kopfkissen... na, ihr wisst schon was... Boah eij, da war unser Frauchen aber so schnell wie ein Wiesel aus dem Bett und hat den Kater durch alle Zimmer gejagt. Auf jeden Fall war sie endlich wach und es gab Frühstück für uns, Kaffee für unser Frauchen und den Kater hat sie wütend schimpfend vor die Tür gesetzt. Also hatte er was er wollte. Und wir auch.

 

Jetzt kommt Frauchen und will an den Computer. Ich mach ihr mal Platz und melde mich wieder, wenn es neues aus der Hundeschule zu berichten gibt. Dahin geht Frauchen nämlich neuerdings mit Kaiya.

 

Tschüß, bis bald.

Eure Jamie

Ende Sept. 2007

Oh je, unser Frauchen war ganz schön
enttäuscht. Warum? Najaah, am 29. September
war die Clubschau in Soltau und sie hatte Kaiya
zur Ausstellung angemeldet. Und was passiert?
Kaiya und ich, wir wurden läufig und durften
wieder unsere Höschen tragen...
Wir dachten ja nun, dass unser Frauchen
zuhause bleiben würde, weil wir ja nicht mit
zur Ausstellung reisen durften.
Aber da hatten wir ganz falsch kalkuliert.

Wir bekamen Besuch aus Dänemark von der
Hanne, die ja sozusagen unsere zweite
Mutter ist. Hanne brachte Dina mit.
Die war nämlich nicht läufig und konnte
auf der Clubschau ausgestellt werden.
„Pffhh“. Das ist uns doch egal.
Auch, dass  Dina den zweiten Platz gemacht hat.
Das ist uns schon dreimal egal.

Aber gemein fanden wir, dass wir uns später
Fotos ansehen mussten wie viel Spaß unser
Frauchen auch ohne uns gehabt hat.
Am Abend gab es nämlich noch „Party“
und wie man sieht, haben unser Frauchen
und ihre Freundinnen Hanne und Susanne
(hah! das reimt sich auch noch) viel Spaß gehabt.
Und das haben wir übel genommen. So.

 

Tschüß, bis bald. Eure Jamie

 

29 Sept. Hanne, Antje und Susanne

Anfang August

Hoppla! Wir beiden Chows, Kaiya und ich,
wir haben ein neues Spiel. Dabei bilden wir
gemeinsam mit dem Kater Nicki ein Team.
Das Spiel geht so: Nicki geht aus dem Haus
und schleicht auf seinem Kontrollgang durch
den Gemüsegarten oder zum benachbarten
Bauern Thomsen hinüber. Bei Peter
Thomsen nimmt er dann gelegentlich
einen kleinen Imbiss, den der für ihn
und die anderen Nachbarskatzen
bereitstellt oder Nicki liefert sich
unter lautem Geschrei auch schon mal
ein Kämpfchen mit einem der
Nachbarskater. Wenn Nicki das erledigt
hat, widmet er sich seiner großen
Leidenschaft – dem Jagen!
Darin ist er sehr erfolgreich.
Er greift sich nicht nur fette Mäuse,
sondern auch Libellen und
gelegentlich einen Maulwurf.

Einen Maulwurf

Die fordert er dann zu einem gemeinsamen
Spielchen heraus, bevor er sie letztendlich
killt. Darum hat ihm Frauchen auch den
Beinamen „Killmauski“ gegeben.
Die erlegte
Beute trägt er dann meistens zum Haus und
legt sie unter dem Küchenfenster oder unter
dem Gebüsch beim Nebeneingang ab.

Und jetzt schlägt unsere große Stunde.
Denn wenn Frauchen uns rauslässt,
dann flitzen Kaiya und ich gleich zu diesen
Plätzen und gucken nach, was „Killmauski“
so für uns erlegt hat.
Das ist das tollste Spielzeug,
das ein Chow sich nur wünschen kann!

 

Gestern hat sich Kaiya sofort auf den
fetten Maulwurf gestürzt und ist mit dem
im gestreckten Galopp abgedüst. Frauchen
hatte es leider beobachtet und nahm
sofort die Verfolgung auf. Ich natürlich auch.
Hey, das war echt eine coole Nummer.
Kaiya vorneweg, Frauchen rufend hinterher
und ich immer mit Frauchen auf gleicher Höhe.
Es war unfair, dass unser Frauchen der
Kaiya den Weg abgeschnitten hat und ihr
dann einfach ins Maul fasste, um den
dicken Maulwurf rauszuziehen.
Der war natürlich total vollgesabbert
und glitschte ihr wieder aus der Hand.  
Doch Frauchen hat die Augen zusammengekniffen
und die Beute am Hinterlauf gefasst und
dann über den Zaun in den Knick befördert.
WAS FÜR EINE VERSCHWENDUNG!

Heute Morgen waren wir aber wieder schneller.
Wir haben die Libelle vor ihr gefunden und
haben sie fachgerecht zerlegt. Sozusagen
ein Libellenpuzzle daraus gemacht.

Vorhin habe ich aber gehört, dass Frauchen
jetzt mehrmals am Tag Kontrolle gehen will,
damit sie vor uns die Mäuse, Libellen und
Maulwürfe findet. Wie schade.
Aber vielleicht können wir uns ja mit
 „Killmauski“ auf einen neuen, geheimen
Ablageplatz einigen? Und dann hat
Frauchen schlechte Karten.

 

Tschüß, bis bald.
Eure Jamie

Wir haben ein Libellenpuzzle gemacht.

Ende Juli

Endlich haben wir mal wieder Besuch gehabt.
Heute kam Frauchens Freundin Maija aus
Rendsburg zu Besuch und brachte ihre
Hündin Omika mit. Wir haben schon zwei
Mal Omika in ihrem Zuhause besucht und
heute konnten wir ihr endlich unseren
großen Garten zeigen. Omika hat sich auch
gleich neugierig auf Erkundungstour
begeben, während es für uns andere
Leckerchen von Maija gab. So brauchten
wir die nur durch uns fünf zu teilen.

Später haben wir ein bisschen im Garten
getobt und Frauchen meinte, dass sich so
eine schwarze Chow-Hündin gut zwischen
Kaiya und mir machen würde. Bei Frauchen
kann man nie sicher sein, dass nicht doch
noch eines Tages ein dritter Chow Chow
bei uns wohnen wird. Aber mir persönlich
wäre ein stattlicher Rüde doch lieber.
Ob mein Wunsch in Erfüllung geht,
weiß ich aber nicht. Ich glaube,
das stoße ich hier auf taube Ohren.

Maija gibt uns Leckerchen.

Gerade in dieser Woche hat Frauchen
uns einen Bericht aus der Zeitung
vorgelesen, in dem es um viele arme Hunde
ging, die bei einer sich Züchterin nennenden
Frau leben mussten, die sich nicht um sie
kümmerte und sie verwahrlosen ließ. Diese
Frau lebte gar nicht weit von uns entfernt,
außerhalb unseres Dorfes. Wir wurden darum
in den letzten Tagen besonders viel von
unserem Frauchen beknuddelt und verwöhnt
und sie hat Emma und DeeDee ganz viel
beschmust, weil die doch mal aus Rumänien
gekommen sind, wo sie auf der Straße gelebt
haben. Ich habe natürlich gar keine Ahnung
was das bedeutet, sagt mir Frauchen,
weil ich eine verwöhnte und extrem geliebte
„Chow-Maus“ bin, wie sie sagt, aber dafür kann
ich schließlich nichts, oder? Und darf ich mal
daran erinnern, dass ganz viele meiner Ahnen
im Kochtopf gelandet sind?
Und wahrscheinlich schmoren auch heute
dort noch welche von uns
... ich darf gar nicht daran denken ...  
Da ist es doch gerecht, wenn es ein paar von
uns Chowies richtig gut getroffen haben.

 

Eine Freundin von unserem Frauchen
sagt immer, dass Gott ein Hund sei
(ich glaube, eine Chow Chow-Hündin),
und wenn die Menschen das wüssten,
würden sie vorsichtshalber viel liebevoller
mit uns Hunden umgehen. Aber unser Frauchen
meint, dass man sich darauf nicht verlassen
könnte. Selbst wenn es so wäre, dass die
Menschen es ganz sicher wüssten, würde
es immer noch welche geben, die uns quälen,
essen oder einfach nur verhungern,
verachten und ignorieren würden.
Ich frage mich ernsthaft,
ob mir Menschenfleisch schmecken würde? 

 

Tschüß, bis bald. Eure Jamie

Hinten Omika, ich (rot) und Kaiya

Anfang Juni

Letzte Woche hatten wir beim Spaziergang ein aufregendes Erlebnis.

Als wir durch unser Dorf zottelten, kam plötzlich eine  Hündin, sie heißt Ariska, auf uns zugestürzt. Im ersten Augenblick dachte unser Frauchen, sie wolle uns begrüßen, doch binnen Sekunden war die Hündin sauer auf uns, zog die Lefzen hoch und bedrohte Emma und DeeDee. Frauchen ließ die Leinen los und dann gab es ein wildes Durcheinander. Ich hielt mich da raus und drückte mich an Frauchens Bein. Endlich kam auch das Frauchen von Ariska herbeigelaufen und versuchte, ihre Hündin am Halsband zu greifen. Da schrie Emma jämmerlich auf und versuchte sich im Gebüsch zu verstecken. Sie jaulte und weinte, dass es uns allen in den Ohren weh tat. Ganz klar. Ariska hatte sie gebissen.

Ariskas Frauchen ließ sie wieder los und schon wollte die sich wieder auf Emma stürzen, doch da ist unser Frauchen dazwischen gegangen und hat Ariska in Grund und Boden geschrieen, so dass die sich ganz klein machte und duckte. Endlich wurde Ariska festgehalten und Frauchen sah sich die blutende Emma genauer an. Die Hündin aus der Nachbarschaft hatte sie heftig ins Ohr gebissen.

„Das ist jetzt ein Fall für den Tierarzt“, meinte unser Frauchen.

„Ja. Und ein Fall für meine Haftpflichtversicherung“, sagte Ariskas Frauchen traurig und entschuldigte sich für ihre Hündin.

Da es schon Abend war, musste Frauchen beim Tierarzt anrufen, um zu fragen, ob der noch Zeit für Emma und ihr blutendes Ohr hatte. Eine halbe Stunde später wurde Emma verarztet und bekam einen weißen, dicken Verband um den Kopf. Frauchen meinte, sie sähe aus wie Woopi Goldberg in „Sister Act“.

Das Ohr ist aber heute, nach sechs Tagen, fast schon wieder verheilt (Emma hat fleißig homöopathische Globuli gelutscht) und jetzt ist der weiße Verband abgemacht worden und Emma muss nur noch einen Plastikkragen tragen. Jetzt versucht sich Kaiya als Florence Nightingale und will ständig Emmas krankes Ohr ablecken. Igitt!

Geteiltes Leid ist halbes Leid.

Ich habe auch so ein fieses Ding um den Kopf, weil ich mich seit ein paar Tagen am Schwanz beiße. Da juckt es mich. Der Tierarzt meint, dass es wohl von einem Flohbiss kommt, obwohl wir alle vorsorglich gegen Flöhe behandelt werden.

Also ich empfinde ja diesen Kragen aus Plastik als modische Entgleisung. Auch wenn er mit einem bunten Seidenschal um meinen Hals befestigt wird. Das Ding steht mir einfach nicht. Da kann Frauchen mir noch so oft sagen, dass ich ihn stolz wie ein königliches Diadem tragen soll. Ich glaube, dass selbst die Queen so etwas niemals aufsetzen würde. Immerhin tröstet es ein bisschen, dass Emma und ich gemeinsam damit herumlaufen. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Das sagen wir uns nun jeden Tag und hoffen darauf, dass Frauchens Modegeschmack nicht noch schlimmer wird.

Tschüß, bis bald. Eure Jamie.

Gerade jetzt blûhen und duften die umliegenden Rapsfelder.

Anfang Mai

Wir Hunde führen bei unserem Frauchen doch ein sehr gutes Leben. Wir müssen uns keine Sorgen machen, wovon unser Futter bezahlt wird, wir müssen es auch gar nicht mehr selber jagen, wie unsere Verwandten, die Wölfe. Es kommt dreimal täglich in unseren Futterschüsseln sozusagen angeflogen und wir müssen uns nur noch heißhungrig darauf stürzen, ganz so, als hätten wir drei Tage nichts bekommen. Und unser Frauchen steht kopfschüttelnd daneben und sagt uns immer wieder: „Es gibt keine verfressenen Chow-Chows. Das ist untypisch für einen Chow. Also fresst gefälligst manierlich.“ Kaiya und ich, wir fragen uns bis heute, was unser Frauchen uns damit sagen will? ...

Nach dem Fressen liegen wir faul auf der Terrasse herum. Morgens ruhen wir am liebsten auf der kleinen Nord-Terrasse und am Abend am liebsten auf der großen Süd-Terrasse. Dazwischen buddeln wir ein bisschen im Garten oder beißen ein paar Zweige von den jungen Sträuchern ab, machen mit Frauchen eine Gassirunde durch das Dorf und die umliegenden Rapsfelder, die gerade so schön blühen und duften. Und danach müssen wir schon wieder ein Schläfchen machen.

Nach dem Fressen liegen wir faul auf der Terrasse herum.

Kaiya fand übrigens Snorres Art, sein Wasser zu schlabbern so faszinierend, dass sie jetzt auch immer erst mit der Pfote in der Wasserschüssel herumrührt, bevor sie säuft. Danach läuft sie mit den nassen Pfoten durchs Haus und unser Frauchen ist „not amused“. Was will sie aber dagegen schon tun. Kaiya, genannt „die Trummse“, ist ziemlich dickfällig, wie unser Frauchen meint, also wie ein typischer Chow Chow, und sie bleibt davon ungerührt, wenn Frauchen schimpft. Frauchen meint das auch gar nicht so ernst.

Seit einigen Tagen trage ich im Haus Höschen

Seit einigen Tagen trage ich  im Haus Höschen, weil ich jetzt sozusagen im Teenageralter angekommen bin. Gerade am ersten “Höschen-Tag“, da war Frauchens Freundin zu Besuch mit ihrem Hund Gordon. Der ist ein ganz alter und weiser Golden Retriever. Ich habe gehört, wie Frauchens Freundin Martina meinte, dass Frauchen mir nun mal schnell die Sache mit den Bienen und Blumen erklären müsste. Das hat Frauchen bis heute nicht getan. Ich werde einfach mal herumfragen, wer etwas über die Sache mit den Blümchen und Bienchen weiß. Vielleicht kennt sich Gordon ja damit aus?
Vielleicht weisst Gordon etwas über die Sache mit den Blümchen und Bienen?

Ich finde, dass ich gar nicht so schlecht aussehe, wenn ich Höschen trage. Vielleicht meldet sich das Team von „Victoria’s Secret“ bei mir und ich werde zum Fotoshooting eingeladen? Das erste vierbeinige Dessousmodel wäre dann eine Chow-Chow-Lady. Wow, kann ich dazu nur sagen ... auf jeden Fall trage ich nun „Jamie’s Secret“ - eine gemeinsame Kollektion von Frauchen und mir, die meine sexy Hüften sehr gut zur Geltung bringt.

 

Tschüß, bis bald. Eure Jamie

Anfang April

Snorre

Habt Ihr schon die Fotos von Snorre gesehen?
 

Mein Frauchen hatte Besuch von ihrem Bruder und dessen Familie. Seit neuestem gehört dazu auch Snorre. Der ist ein Huskymischling und ungefähr so alt wie ich. Eigentlich war der Typ mir ein bisschen zu stürmisch, aber die Kaiya fuhr voll auf ihn ab und tobte den ganzen Tag mit Snorre im Garten und im Haus herum.

Snorre und Kaiya

Snorre hat ein paar merkwürdige Eigenarten, aber wahrscheinlich liegt das in seiner Familie, sagt mein Frauchen. Er kratzt nämlich erst in der Wasserschüssel mit der Pfote herum, setzt dabei alles unter Wasser und, wenn noch ein bisschen Wasser in der Schüssel geblieben ist, dann säuft er den Rest. So macht er das im Haus und auch mit der Wasserschüssel (eigentlich die Vogeltränke, aber wir saufen alle am liebsten daraus) im Garten. Er ist auch ein echter Cowboy. Warum? Na, weil er am liebsten so frisst, dass er dabei eine Wand im Rücken hat und die Schüssel vor ihm steht. So kann sich von hinten niemand anschleichen und sein Futter klauen.

Also ich habe mir das ein paar Tage angesehen und dann beschlossen, dass ich mich weiterhin so verhalte, wie schon die ganze Zeit über. Ich trinke meinen Drink weder gerührt noch geschüttelt. Bin schließlich nicht Jamie Bond, oder?

Zur Freude meines Frauchens habe ich jetzt alle meine Milchzähne verloren

Zur Freude meines Frauchens habe ich jetzt alle meine Milchzähne verloren und ein blendend schönes Gebiss, wie sie meint. Zwei Zähne haben sich ein bisschen Zeit gelassen – sie wollten nicht ausfallen. Da hat mir Frauchen ganz viele harte Leckerchen und Kauknochen spendiert. Und – huiiih – weg waren die Beißerchen. Die neuen Zähne sehen auch viel kräftiger aus und machen schon beinahe einen gefährlichen Eindruck.

 

Kaiya ist hauptsächlich am Futter interessiert, meint mein Frauchen. Sowie die Futterschüssel klappert, rast Kaiya vom anderen Ende des Gartens heran und walzt alles nieder, was ihr im Wege steht. Wenn sie noch Hunger hat, schiebt sie mit der leeren Futterschüssel durchs Haus und lärmt. Die Katzen haben ihre Futterplätze auf der Fensterbank. Wenn sie dort fressen, setzt sich Kaiya unter die Katzen und bellt auffordernd in der Hoffnung, die Katzen würden mal einen Bissen zu ihr herunterfallen lassen. Tun sie aber nie

 

Alle Tiere im Haus haben noch einen zweiten Namen. Zum Beispiel heißt Emma auch Emmi-Lou, DeeDee heißt auch Dee-de-Liene, Bao heißt auch Bao-Gremmlin, Nicki heißt Mister Nicholson, Zoe heißt Zoe- Dr. Brömmelkamm, ich heiße Jamie-Lotta und Kaiya???

Die Freundin meines Frauchens, Martina, erfindet selbst Namen für Tiere. Von Martina stammt der Name „Mitrummse“. Unter einer „Mitrummse“ stellt sich mein Frauchen etwas Rundes, Wuseliges, das wie aufgezogen durch Haus und Garten brummt vor. Also passt dieser Name zu Kaiya, die nun auch noch „Mitrummse“ genannt wird.

Na ja, ein bisschen verrückt sind halt alle, die hier im Haus wohnen. Verrücktheit hilft ungemein beim Zusammenleben, sagt unser Frauchen. Das muss man schon wissen, wenn man uns besuchen kommt.

Neuerdings kommt uns nachts ein Igel besuchen (Michel sechs)

Neuerdings kommt uns nachts ein Igel besuchen. Emma ist dann immer ganz aus dem Häuschen, kläfft und schreit hysterisch, bis alle Nachbarn aus dem Bett fallen, meint unser Frauchen und holt uns zur Strafe ganz schnell wieder ins Haus. „Alle Igel sind Flohtaxis“, sagt Frauchen. Wir bekommen regelmäßig etwas gegen Floh- und Zeckenbefall, aber so ganz traut Frauchen dem Frieden wohl nicht und kontrolliert unser Fell als wären wir Affen, deren Fell durchsucht werden muss.

Auf jeden Fall finde ich den Igel, er heißt übrigens „Michel sechs“ nett, obwohl er sich immer sofort zur Kugel zusammenrollt, wenn wir angerast kommen. Vielleicht gelingt  mir doch eines Tages eine leise Unterhaltung mit ihm. Wenn ich dabei zu laut bin, steht Frauchen gleich neben mir, und ich muss zurück ins Haus. Dabei wüsste ich so gerne, was ein Igel so nachts erlebt und worüber „Michel sechs“ sich Gedanken macht. Ist er wie Kaiya und denkt nur über Futter nach oder ist er ein Philosoph und Denker, der mehr  nicht materiellen Dingen zugewandt ist? Fragen über Fragen.

Ach, es gibt noch so viel zu erforschen. Aber mein Leben hat ja gerade erst begonnen und es verspricht interessant zu werden.

Tschüß, bis bald. Eure Jamie

Anfang März 2007

Gestern war ein aufregender Tag. Wir sind in meine „alte Heimat“ nach Dänemark gefahren, damit ich zum ersten Mal am dänischen Ringtraining teilnehmen konnte.  Ach, du lieber Knochen, waren da viele Chows, die alle beim Training zeigen wollten oder mussten, was sie so drauf haben. (Manche Frauchen sind da sehr ehrgeizig und mein Frauchen meinte, das seien die „Eisprinzessinnenmütter“. Ich glaube, das ist nichts Tolles.)  

Einige Hunde haben ja auch so richtig auf „dicken Max“ gemacht, was mich zu Anfang etwas verschreckt hat. Was würdest Du denn sagen, wenn so ein monstergroßer dunkelroter Chow auf Dich zustürmt? Na, nun mal ehrlich sein und nicht mogeln  Du würdest auch Haltung annehmen. Ich habe mich schnell hinter meinem Frauchen versteckt. Aber bald habe ich gemerkt, dass alle Hunde ganz nett und freundlich waren, und dann habe ich auch mal versucht, im Kreis zu laufen und um die anderen Hunde herum zu gehen und sie freundlich zu begrüßen.

Dass  mir dann ein Mann in die Augen und ins Maul geguckt hat, fand ich nicht ganz so toll. Das war auch noch so ein Grapscher, der mich überall anfassen wollte .-O Hilfe! Schließlich hat auch eine Hundelady ihre Intimsphäre, aber das kümmert die Menschen wenig, wie mir scheint. Ich habe es dann doch mit ein bisschen Gezappel über mich ergehen lassen. Mein Frauchen sagt ja immer „Augen zu und durch“. Das habe ich mir auch gesagt und gehofft, dass es bald vorbei ist mit dem Gegrapsche.

Später gab es reichlich Leckerchen. Beim ausgiebigen, anschließenden Spaziergang habe ich zwei Pferde getroffen, die sooo viel größer als die Chows sind. Diesen Anblick habe ich zehn Minuten auf mich wirken lassen, sie ein bisschen angeschnaubt, damit sie mir nicht zu nah auf den Pelz rückten und dann bin ich ganz cool weitergegangen, als sei nichts gewesen. Für die Menschen gab es nach dem Spaziergang auch noch Torte, weil zwei Chowis ihren Geburtstag feierten.

Und dann haben Frauchen und Hanne endlich die kleine Kaiya geholt, die ja mit uns nach Deutschland kommen sollte. Mein Frauchen quietschte vor Entzücken. Ich glaube, dass mein Herrchen innerlich den Kopf geschüttelt hat. Aber er trägt das mit Fassung, wie ein Mann eben.

Ich durfte dann lange mit Kaiya allein im Welpenzimmer spielen und draußen im Auslauf toben. Das war toll. Kaiya hat sehr helles Fell. Nicht so eine praktische Farbe, wie meine. So wurde sie dann auch noch gebürstet und reisefein gemacht, damit sie hübsch aussieht, wenn sie nach Deutschland kommt. Frauchen hatte am Nachmittag zugeguckt, wie man einen Chow Chow ganz toll bürstet, um ihn auszustellen. Aber bei Babyfell dauert das noch nicht so lange. Darüber bin ich froh, weil ich nicht gern stillstehen mag.

Wir waren erst spät am Abend wieder zuhause. Meine rumänischen Freundinnen und der alte Shi Tzu haben Kaiya neugierig beschnüffelt und Bao hat ihr gleich als erster gezeigt, dass er hier der Chef ist. Emma und DeeDee waren nicht so begeistert darüber, dass schon wieder ein neuer Hausbewohner kam, aber heute hat DeeDee mit mir und Kaiya im Garten gespielt. Ich habe Kaiya den Garten gezeigt und ihr die beiden Nachbarshunde vorgestellt. Das war alles ganz locker. Emma wird sich auch noch an die Lütte gewöhnen. Bleibt ihr nichts anderes übrig  Wenn Frauchen so weitermacht, sind die Chows im Haus bald in der Überzahl

 

Heute Vormittag war es sowieso aufregend im Haus, weil die alte Dame aus der Klinik kam und jetzt wieder die Katzen mit ihrem Wägelchen durch das Haus fährt. Und dann kamen auch noch Tante Gitti und Onkel Klaus auf eine halbe Stunde vorbei, um Kaiya anzugucken. Mit mir haben sie natürlich auch gespielt und mit all den anderen.

 

Uaah, ich bin müde. Frauchen hat auch gerade das Futter gemacht. Jetzt ist Kaffeezeit, dann bekommen Kaiya und ich eine Zwischenmahlzeit, Frauchen und die alte Dame trinken „ein Tässche Kaff“ und dann machen Kaiya und ich ein Nickerchen. Frauchen sagt, dass der Wetterbericht auch für morgen Sonnenschein angesagt hat. Wir dürfen ihr dann im Garten helfen: Löcherbuddeln, die Vogeltränke leer saufen, den Krokussen die Köpfe abbeißen und alte, vertrocknete Pflanzenstengel zerbeissen. Jippieh, das wird wieder ein schöner Tag werden.

Tschüß, bis bald, Eure Jamie

 

Ende Februar 2007

Frauchen stöhnt: „Wie die Zeit vergeht!“ Sie meint, ich sei schon soooo groß geworden. Finde ich gar nicht! DeeDee ist immer noch sehr viel größer als ich. Wenn ich aber weiter so brav mein Futter fresse, dann wiege ich bald mehr als meine Freundin DeeDee. Sie hat ja ein bisschen Ähnlichkeit mit einem Windhund gepaart mit Kate Moss. Ich persönlich stehe ja mehr auf Rubensfiguren, üppiges Fell und blaue Zungen. Man muss ja nicht gleich fett sein, aber Wohl-proportioniert. Und das Futter ist einfach immer zu lecker. Wer will da schon widerstehen?

Das Futter ist einfach immer zu lecker.

Beim Spaziergang erkunden wir jeden Tag einen anderen Weg. „Du musst die Umgebung kennen lernen“, sagt mir mein Frauchen. Als wir das erste Mal die Dorfstraße entlanggingen, hatte ich Angst vor den Autos. Und dann gibt es hier noch so riesige, laute und stinkende Monster, die Frauchen Traktoren nennt. In den letzten Tagen haben die so runde Tonnen hinter sich hergezogen und dabei die tollsten Düfte verbreitet. Frauchen meinte: „Die Bauern fallen über die Felder her wie die Heuschrecken. Es stinkt wieder überall nach Gülle“, und rümpfte ihre Nase. Aber ich fand den Geruch gut 

Es stinkt wieder überall nach Gülle, aber ich finde den Geruch gut.

Außerdem fahren hier ganz oft schreckliche Riesenfahrzeuge durchs Dorf. Manchmal bleiben sie auch mitten im Dorf stehen und man kann dann die armen Kreaturen schreien hören, die darin warten, dass es weitergeht. Frauchen sagt immer „Todestransporter“ und hält sich die Ohren zu und zieht mich schnell weiter. Aber ich habe jetzt mal große rosa Ohren und runde rosa Schnauzen sehen können, die aussehen wie Steckdosen. „Wenn ich gewusst hätte, dass hier auf jeden Einwohner mindestens 50 Schweine kommen, dann wäre ich nicht hergezogen“, schimpft mein Frauchen. Sie isst kaum Fleisch und Schweinefleisch schon gar nicht. „Das ist ungesund“, meint sie. Mir tun die armen Tiere auch leid und Frauchen schimpft immer, dass sie den Schweinevermehrern wünscht, im nächsten Leben als arme Sau auf die Welt zu kommen.   Wir haben aber vor kurzem auch andere Schweine besucht. Die haben es gut und leben am Rand eines Landschafts-schutzgebietes bei Idstedt auf großen, matschigen Wiesen, haben dort runde Hütten zum Schlafen und tummeln sich das ganze Jahr über draußen an der frischen Luft. So ist das Leben auch lebenswert  Ich glaube, ich habe großes Glück gehabt, dass ich als Chow auf die Welt gekommen bin

Ich habe großes Glück gehabt, dass ich als Chow auf die Welt gekommen bin.

Der alte Shi Tzu war krank. Er hatte ein Loch in der Hornhaut seines einzigen Auges und mein Frauchen hat sich große Sorgen um ihn gemacht, weil er herzkrank ist und nicht mehr operiert werden kann. Da Emmas Augen auch tränten, ging es ab zum Tierarzt. Wir mussten gleich alle mit zur Kontrolle. Als ich an der Reihe war, habe ich die Tierärztin freundlich angewedelt, wie das so meine Art ist. Als die mir dann aber in die Augen gucken wollte, habe ich mich gedreht und gewunden wie eine Schlange. Jetzt übt Frauchen jeden Tag mit mir „Schau mir in die Augen, Kleines“ und faselt immer etwas von „Casablanca“ und Humphrey Bogart (ich glaube, der Typ ist schon lange tot). Ich habe keine Ahnung, worum es hierbei geht. Von meinem Frauchen lasse ich mir in die Augen gucken, weil die nämlich genauso braune Augen hat wie ich. Ob ich das nächste Mal aber bei der Tierärztin still halte, weiß ich noch nicht. Da könnte ja jeder kommen. Ich finde es schon ganz toll, dass ich mir ins Maul schauen lasse. Na ja, ich bin ja auch kein geschenkter Gaul. Meine Zähnchen darf man kontrollieren.

Meine Zähnchen darf man kontrollieren.

Dem Shi Tzu geht es wieder gut. Er hat mindestens acht Mal am Tag Salben ins Auge bekommen  und nun kann er wieder gucken und zwar so gut, dass er mich sofort anknurrt, sobald ich bloß in seine Nähe komme. Er bewacht all unsere Spielzeuge, was natürlich einerseits nett ist, aber andererseits muss ich jedes Mal mit ihm verhandeln, wenn ich auch mal ein Plüschtier zum Spielen holen will. Mein Frauchen meint, dass sei bei dem Shi Tzu auch schon Altersstarrsinn und schlägt ihm immer ein Tauschgeschäft vor, auf das er sich dann meist einlässt. Einen Plüsch-Elch gegen einen Plüsch-Frosch, eine nasse, halbzerkaute Klopapierrolle gegen einen bunten Kaustrick. Na, so geht’s   Ich höre die Leinen und Halsbänder klappern. Ich glaube, Frauchen will noch eine kurze Runde Gassi gehen. Dann muss ich auch den Schreibtisch räumen, damit Frauchen arbeiten kann. Sie muss ja das Geld für das Futter und den Tierarzt verdienen, sagt sie. Tschüß. Bis bald

Frauchen will noch eine kurze Runde Gassi gehen.

Anfang Februar 2007

Endlich durfte ich heute die anderen auf ihrem Spaziergang im Wald begleiten. Das war himmlisch und aufregend! Mein Herz klopfte immer schneller, weil so viele unbekannte Gerüche um uns herum waren. Vor Aufregung lief ich hin und her, vor und zurück, und mein Frauchen meinte, ich würde auf diese Weise mindestens die doppelte Wegstrecke laufen. Gleich zu Beginn unseres Spazierganges fand ich einen gelblichgrünen Haufen, der köstlich roch und auf mich auch sehr einladend wirkte. Gerade als ich mich vorsichtig in den Haufen legen wollte, schnappte mich mein Frauchen und zog mich fort. „Nein“, schimpfte sie. „Pfui“.  Dass Frauchen keine Ahnung davon hat, was einer Hundenase wirklich gefällt, ist sonnenklar. Der Duft dieser Masse war doch betörend. Nicht so ekelhaft wie das beißende Zeug, das Frauchen morgens auf ihre Handgelenke und an ihren Hals sprüht. Doch ich wurde von ihr etwas unsanft weitergezogen und  hörte sie leise schimpfen. „Noch so ein Kandidat, der Pferdeäpfel liebt.“ Dabei hat sie zu Bao, dem alten Shi Tzu, hinübergesehen und der, man glaubt es ja kaum, hat mir verschwörerisch zugezwinkert. Offenbar sind wir uns zum ersten Mal bei einer Sache einig: Pferdeäpfel sind köstlich!

Später ist es mir gelungen, einen ganzen Pferdeapfel zu verschlingen. Weil ich so schnell war, konnte Frauchen nichts mehr dagegen unternehmen. Sie hat mir noch zwei Finger ins Maul gesteckt, aber da war der Snack schon runtergeschluckt

Der Shi Tzu hatte weniger Glück, weil Frauchen ihn mit Argusaugen bewacht hat. Er leckte sich zwar sein tropfendes Maul, als er an einem warmen Haufen Pferdeäpfel vorbei musste, aber er kam im Wald nicht zum Zuge. (Wie ich ihn kenne, wird er zuhause wieder beim Katzenklo vorbeischauen. Die Kiste ist für ihn und für DeeDee die leckerste Imbissbude überhaupt! In den nächsten Tagen werde ich das Katzenzeugs auch mal verkosten ...

Emma hat ein paar Rehe aufgestöbert

Emma hat auf dem Heimweg noch ein paar Rehe aufgestöbert und hätte zu gern die Verfolgung aufgenommen. Aber irgendwie hat unser Frauchen den Braten rechtzeitig gerochen, und Emma musste an die Leine. PECH für uns, GLÜCK für die Rehe. Ich weiß zwar nicht genau, was man mit Rehen anstellen kann, aber sie scheinen  sehr interessant zu sein. DeeDee hat vier Mäusewohnungen ausgegraben. Doch die Mäuse waren entweder nicht zuhause oder konnten rechtzeitig flüchten. Ich glaube, ich habe eine hinter DeeDee wegflitzen sehen, aber ich habe geschwiegen, damit meine Freundin nicht enttäuscht ist. Gegen Ende des Waldspazierganges begegnete mir noch eine unheimliche, dunkle Gestalt, die still am Wegesrand stand und da auf uns lauerte. Ich blieb stocksteif stehen und habe geschnaubt, wie wir Chows das nun mal tun, wenn uns etwas unheimlich ist und wir die anderen warnen wollen. Mein Frauchen hat sich neben mich gehockt und ganz sanft mit mir gesprochen. Sie sagte, dass das ein toter Baum sei, der viele dicke Geschwüre hätte und deswegen zu komisch aussähe, dass ich aber keine Angst haben müsste. Dann ist sie ganz langsam mit mir zu dem  Baum gegangen. Ich fand den immer noch unheimlich, aber mein Frauchen war ja neben mir und hätte mich bestimmt beschützt.

Wir sind ganz langsam zu dem Baum gegangen.

Die halbe Stunde im Wald ist wie im Flug vergangen. Schon waren wir wieder bei unserem Auto angelangt. Ich wurde hineingehoben  und musste mir den Platz mit den anderen teilen. Zuhause angekommen, ließ ich mich mitten im Flur fallen, um mein Nachmittagsschläfchen zu machen. Ich war total geschafft. Frauchen musste gleich wieder los, um Einkäufe zu erledigen und Geschenke zu kaufen, weil ihre Mutter, die Frau mit dem „Katzentaxi“, bald Geburtstag hat. Wir Hunde hatten es da besser. Emma und DeeDee haben es sich sofort auf dem Sofa bequem gemacht, Bao ging in sein Körbchen und ich blieb im Flur liegen, bis Frauchen zurückkam.

Der Flur ist der zweitbeste Platz im Haus. Der beste Platz ist definitiv mitten in der Küche. Oder direkt neben dem Herd, weil von da ab und zu ein paar Stückchen rohe Möhren, Äpfel, Paprika, Gurke und Banane für uns Pelznasen abfallen. Okay, seit heute weiß ich, dass das Zeug nicht halb so lecker ist wie ein Pferdeapfel. Es wird aber bestimmt noch eine Weile dauern, bis unser Frauchen Pferdeäpfel in den täglichen Speiseplan aufnimmt. Und solange ernähre ich mich zwischendurch vegetarisch. Wozu zählt man Pferdeäpfel? Zum Gemüse oder zum Obst?

Ich bin erst drei Monate alt und klein und hilflos ;-)

Heute habe ich wunderbar mit Emma gespielt. Wir haben ein Ringkämpfchen ausgefochten und Frauchen meinte, ich sähe aus wie ein kleiner Sumo-Ringer und Emma hätte gegen mich kaum eine Chance. Bitte? Ich bin schließlich erst drei Monate alt und klein und hilflos ;-) Und die Emma war bestimmt in einer Bukarester Straßengang und außerdem ist die sechs Jahre alt... Da muss ich mit ein paar hinterlistigen Tricks arbeiten, um als Unterlegene und Jüngere überhaupt eine Chance zu haben. Es hat sich bewährt, Emma einfach umzulaufen. Ich senke meine Stirn, nehme Anlauf und dann kommt die „Bulldozerattacke“. Wenn ich noch ein bisschen stärker werde und ein paar Zentimeter wachse, dann wird mir das erst  richtig Spaß machen.

 

Ich habe gehört, dass im März noch eine zweite Chow-Hündin aus Dänemark zu uns ziehen wird und bin mir noch nicht sicher, ob ich mich darauf freuen soll. Frauchen meint: „Konkurrenz belebt das Geschäft“, was ich nicht verstehe. Ich glaube nur, dass ich mir bis zur Ankunft dieser neuen Hündin meinen Platz im Rudel sichern muss. Soll die Neue dann doch sehen, wo sie bleibt. Wenn sie meine Freundin wird, ist es umso besser. In sechs Wochen bin ich schon groß und stark. Da wird sie gut daran tun, meine Freundin zu sein

Aufgepasst! Mein Frauchen geht in die Küche. Da fällt bestimmt wieder etwas für mich ab. Ich muss mal rasch zur Küche laufen. Tschüss. Bis später.

 

 

 

Das ist Kaiya, die zwinkert jetzt schon ganz frech :-)

Januar 2007

Eigentlich bin ich ja eine ganz pfiffige (in Norddeutschland sagt man dazu „plietsch“)  Chow-Hündin  und bekomme immer ganz schnell mit, worum es sich dreht und was mein Frauchen von mir will. Ich habe aber einige Wochen dazu gebraucht, bis ich verstanden habe, warum mein Frauchen zu den unmöglichsten Zeiten am Computer sitzt und in die Tasten haut. Sie ist Autorin. Man könnte sie auch „Schriftstellerin“ nennen. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist eine Frau, die ein Kochbuch schreibt, eine Autorin, aber noch keine Schriftstellerin. Mein Frauchen schreibt Romane. Ich habe einige Zeit überlegt, ob es sich lohnt, ihr nachzueifern, weil sie ja immer sagt, dass Schriftsteller (wahrscheinlich noch vor Autoren) genauso schnell verhungern, wie Maler und Musiker, und dass sie bald ihr Idealgewicht erreicht, wenn ihr Agent nicht in die Puschen kommt...(und ich doch so einen guten Appetit habe). Aber dann habe ich mir überlegt, dass es sowieso höchste Zeit wird, mit den Vorurteilen über meine Rasse, nämlich dem Chow Chow, einmal aufzuräumen. Und da ich noch nirgendwo lesen konnte, dass ein Chow erfolgreich selbst geschrieben hat, werde ich mich in dem Genre versuchen. (In USA gibt es eine Corgi-Hündin und eine Katze, die beide erfolgreich schreiben, na und dann dieser Schafkrimi, aber seit Lord Billy und Topsy – betretenes Schweigen, wenn es um schreibende Chows geht). Frauchen hat gesagt, dass wir uns den Schreibtisch teilen werden. Sie erstellt einen Arbeitsplan/Stundenplan, an den wir uns strikt halten müssen, da sie sonst mit ihrem Krimi nicht vorankommt.

Ja, ja. Schon klar – was bedeutet schon ein Chow-Tagebuch gegen einen Krimi Künstler sind immer soo sensibel und nehmen sich sehr wichtig

Frauchen, Emma, DeeDee und Bao

Zum Haushalt meines Frauchens gehören zwei rumänische Straßenhündinnen mit den Namen Emma und DeeDee. Beide eigentlich ganz nett, wenn man sich erst mal ausreichend eingeschleimt hat. Bei Emma ist mir das leichter gefallen. Aber die ist sowieso die klügere und pragmatische von den beiden. DeeDee ist mehr verträumt und schreckhaft. Aber mittlerweile spielt sie auch mit mir. Ein echter Hammer ist der alte Shi Tzu mit Namen Bao. Der hält sich glatt für einen Rottweiler und verteidigt sein Terrain noch mit seinem letzten Atemzug. Ich komme ja aus einem guten Stall (Dian Shan/Dänemark), wo man mir Manieren beigebracht hat, und somit habe ich Respekt vor dem Alter und seiner Weisheit. Daher mache ich meist einen Bogen um den alten Herrn. So kommen wir am besten klar.

Bao ... Der hält sich glatt für einen Rottweiler.

Es gibt noch zwei Katzen und einen Kater. Aber die sind mir ziemlich schnuppe und ich ihnen auch.

Wir haben einen großen Garten, in dem wir herrlich toben und Löcher buddeln dürfen. Die Blumenbeete (jetzt im Winter eher nicht als solche zu identifizieren) sind rund ums Haus. Dort dürfen wir nicht buddeln, was aber auf der „Hundewiese“ geschieht, sagt Frauchen, ist unsere Sache. Na, dann mal los

 

Frauchens Mutter lebt auch noch bei uns. Sie hat so einen komischen Wagen mit zwei Gummirädern, an dem Gefährt hält sie sich fest und schiebt langsam durch die Wohnung. Die Katzen lassen sich gerne auf der Ablage spazieren fahren. Ich liege komischerweise immer gerade im Weg herum, wenn die alte Dame mit dem Wagen um die Ecke biegt, und muss dann aufstehen. Aber, wie gesagt, ich habe Respekt vor dem Alter und weiche eben aus.

 

Omar Shir Khan

Mein Frauchen hat schon vor mir zwölf Jahre einen Chow Chow gehabt. Einen stolzen Rüden mit Namen Omar Shir Khan Und sie hat sich gedacht, dass sie nach seinem Tod keinen Chow mehr haben wollte. Doch seit sie mich hat, sagt sie, in Abwandlung eines Zitates:

„Ein Leben ohne Chow ist möglich, aber es lohnt nicht.“

 

Da habe ich doch in der kurzen Zeit, die ich bei meinem Frauchen in Taarstedt wohne, schon einiges bewirkt

"Jamie"

Sorry, aber jetzt kommt gerade DeeDee, um mich zur Spielstunde abzuholen. Wir wollen ein paar Runden im Wohnzimmer drehen und schauen, ob wir noch ein paar Teppichfransen erlegen können, oder wir klauen uns gegenseitig die Schmusetiere und verfolgen einander. Außerdem ist meine Zeit am Computer um. Ich kann mit meinen dicken Pfoten nicht so schnell schreiben, wie Frauchen. „Das ist alles reine Übung“, tröstet sie mich und morgen bin ich bestimmt schon viel schneller im Tippen auf der Tastatur.

Das ist alles reine Übung, tröstet meinem Frauchen mich.
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