Ringtraining 22 März, 2009

Ringtraining

Bei mir gibt es im Vordergarten ausreichend Platz, um zu trainieren und den Hunden Gras und Büsche für ihr "Geschäft" zu bieten

Ringtraining am 22. März 2009

 

Zum ersten Mal wurde für unsere Chow Chows und deren interessierte Besitzer ein Ringtraining auf meinem privaten Grundstück angeboten, weil in der Vergangenheit auf Mitgliederversammlungen unserer Landesgruppe mehrfach danach gefragt worden war. Da ich seit fast zwei Jahren regelmäßig zum Ringtraining nach Dänemark fahre, erklärte ich mich bereit, ein Ringtraining durchzuführen und nahm sehr erfreut und dankbar das Angebot von Hanne Fogtmann-Pedersen an, die als Dänin Auslands-Mitglied in unserer Landesgruppe ist, mich beim Training zu unterstützen, da sie Ringtraining seit vielen Jahren in ihrer Heimat erteilt.

Hanne Fogtmann Pedersen hat seit vielen Jahren Ringtraining erteilt. Zu sehen ist die Drehung auf der Stelle mit erhobenem Kopf des Hundes. Beide, Frau und Hund, bewegen sich in raschem Tempo. Was in dieser Sekundenaufnahme etwas heftig wirkt, ist tatsächlich eine freudige, rasche Bewegung des Hundes.

Dies vorausgeschickt. Ich hielt es für möglich, in Deutschland ein ebenso ernsthaftes Training mit den Hunden zu absolvieren, wie dies in Dänemark üblich ist. Dort trifft man sich meist auf einem öffentlichen Platz (zum Beispiel Parkplatz) trainiert vierzig Minuten mit den Hunden unter Anleitung, macht dann zwanzig Minuten Kaffeepause, während die Hunde im Auto warten oder angeleint am Auto, danach folgt der zweite Teil des Trainings, meist auch noch einmal dreißig Minuten. Dann ist Abpfiff. Wer möchte, kann noch ein bisschen dableiben zum Plauschen, Kaffeetrinken unter freiem Himmel (wenn es nicht gerade regnet) oder noch eine kurze Gassirunde dranhängen. Danach fahren alle heim.

Schau mal: 
http://www.simplesite.com/Chinese-Fellow/7581988

Frau Hunger mit unserem Gastwelpen Pascha beim Kaffeetrinken.

Da mein Grundstück groß genug ist, gab es nun am vergangenen Sonntag die Möglichkeit, auf dem zum Teil gepflasterten Vorplatz mit den Hunden unter professioneller Anleitung zu üben und sich später zum Kaffeetrinken (ohne Hunde außer meinen eigenen) in meiner Küche einzufinden, wo für das leibliche Wohl der Menschen gesorgt war. Soviel zum theoretischen Teil. Die Praxis sah dann anders aus, weil es bei einigen „Hundefreunden" auf Unverständnis stieß, dass ich nicht bereit war, alle Hunde in den hinteren, komplett eingezäunten und allein meinen Hunden zugängigen Bereich zu lassen. „So habe man sich das nicht vorgestellt", sagte man mir und man wolle wieder unverrichteter Dinge fahren. Dem kann ich nichts weiter entgegnen, außer den besten Wünschen für eine gute Heimfahrt und dem gut gemeinten Tipp, sich doch noch ein wenig zu belesen und mit Begrifflichkeiten wie Territorium und Revier auseinanderzusetzen und vor allem deren Bedeutung für ein entspanntes Hundedasein. (Angeblich ging es ja um das Wohl der Hunde).

... und mit Begrifflichkeiten wie Territorium und Revier auseinanderzusetzen

Derzeit laufen bei mir ein geschlechtsreifer Chow-Chow-Rüde, eine hoch tragende Chow-Chow-Hündin, ein Chow-Chow-Welpe von 11 Wochen, eine weitere Chow-Chow-Hündin, die noch das Rudel anführt und zwei kastrierte Straßenhündinnen sowie drei Katzen. Dieses Rudel lebt im Haus und auf dem hinteren Grundstück und dies ist ganz klar und unumstößlich ihr Territorium, während der vordere Bereich (dort, wo das Training stattfand) quasi den Ûbergangsbereich zwischen Territorium und Revier ausmacht und es meine Hunde weniger stresst, dort die verschiedensten Markierungen anderer Hunde vorzufinden. Stress ist es immer noch, aber eben weniger. (Es würde hier zu weit führen, einen Grundkurs über die Triebe des Hundes und seine Denkweise zu schreiben, darüber gibt es gutes Lesematerial im Handel).

Derzeit laufen bei mir ein geschlechtsreifer Chow-Chow-Rüde, eine hoch tragende Chow-Chow-Hündin, ein Chow-Chow-Welpe von 11 Wochen, eine weitere Chow-Chow-Hündin, die noch das Rudel anführt und zwei kastrierte Straßenhündinnen sowie drei Katzen.

Es verblieb ein „harter Kern" von Lernwilligen, die wir uns dann unter der fachkundigen Anleitung von Frau Fogtmann mit unseren Hunden im Ring in unterschiedlichen Tempi bewegten. Uns wurde von ihr gezeigt, wie der Hund dem Richter präsentiert werden soll, es wurden Tipps gegeben, wie man Schwachstellen beim Hund ein wenig kaschieren
kann, wie der Hund aufgebaut wird und auch für längere Zeit aufmerksam im Ring steht und sich freudig präsentiert. Dies alles hat ja sowohl von Seiten des Halters als auch des Hundes locker und entspannt zu wirken und die Vorführleine wird mit zwei Fingern gehalten, als wäre es das einfachste der Welt. Durch unsere geringe Teilnehmerzahl, hatten wir alle Zeit der Welt, um Hanne Fogtmann nach vielen Tipps zu befragen und sie konnte uns an unseren Hunden selbst zeigen, was und wie wir es auszuführen haben.

Es verblieb ein „harter Kern“ von Lernwilligen.

Danach saßen wir Lernwilligen ca. eine Stunde bei selbstgebackenen Kuchen und Kaffee in meiner Küche, während die Gasthunde im Auto warteten. Das Ergebnis des Nachmittags: Eine begeisterte und äußerst talentierte Teilnehmerin, die sich nun einen Chow-Chow ins Haus nehmen und eifrig trainieren wird, um auf Ausstellungen schon bald erfolgreich zu sein. Zwei weitere Teilnehmer, die ungeahnte positive Seiten an ihrer Hündin entdeckten und sich nun ernsthaft mit dem Gedanken tragen auszustellen und an der Zuchtzulassung ihrer Hündin zu arbeiten. Und zwei, die erst einmal „alles sacken lassen müssen." Außerdem zwei Anmeldungen, die nicht abgesagt wurden und drei verstimmte Personen, die verärgert wieder abfuhren und jetzt zum Teil im Hintergrund schlechte Stimmung verbreiten.

Eine begeisterte und äußerst talentierte Teilnehmerin, die sich nun einen Chow-Chow ins Haus nehmen und eifrig trainieren wird, um auf Ausstellungen schon bald erfolgreich zu sein.

Für mich hat sich ganz klar gezeigt, dass Ringtraining in Dänemark professionell und effektiv betrieben und angeboten wird und dort auch seitens der Hundebesitzer professionelles Interesse gezeigt wird. Für die wenigen ernsthaft Interessierten des vergangenen Sonntags finden sich dort künftig Möglichkeiten zum Lernen und Üben. Weitere Termine für das Ringtraining bei mir wird es nicht geben.

Weitere Termine für das Ringtraining bei mir wird es nicht geben.
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